Über die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2036 soll erst 2029 entschieden werden. Das legte das Internationale Olympische Komitee (IOC) bei seiner 146. Vollversammlung in Lausanne fest. Damit einher geht eine Reform des Vergabeprozesses, die die seit einem Jahr amtierende IOC-Präsidentin Kirsty Coventry angeregt hatte.
Künftig soll eine Vorauswahl getroffen und die Gesamtheit der IOC-Mitglieder (derzeit 104) wieder stärker eingebunden werden. Eine neue Zwischenstufe – der «strategische Dialog» – reduziert den Kandidatenkreis auf wenige Anwärter. Für die Spiele 2036 soll dieser Anfang 2027 starten, Ende 2028 folgt der «gezielte Dialog», 2029 schliesslich die entscheidende Abstimmung durch alle IOC-Mitglieder.
Neuer Prozess
Coventrys Vorgänger Thomas Bach hatte zuvor ein Verfahren etabliert, bei dem am Ende oft nur ein einziger Bewerber übrigblieb und die Vollversammlung bloss mit Ja oder Nein abstimmte. Nach diesem Muster gingen die Spiele 2030 an die Französischen Alpen, 2032 an Brisbane und 2034 an Salt Lake City.