Von 1:39-Kanterniederlagen und 95 Prozent Siegquoten

Am Samstag fällt im lettischen Riga der Startschuss zur 11. Unihockey-Weltmeisterschaft. Wir stimmen Sie mit Zahlenspielereien darauf ein.

  • 10 Turniere: 2 Weltmeister, 5 Medaillengewinner
    Im Unihockey sind die Stärkeverhältnisse fast schon in Stein gemeisselt. Deshalb gab es noch nie einen anderen Weltmeister als Schweden (8 Titel) und Finnland (2). Bei jeder Austragung standen die beiden Grossmächte auf dem Podest. In 8 von 10 Fällen blieb der Konkurrenz nur die Bronzemedaille, die nach Norwegen (1 Mal), Tschechien (2) oder in die Schweiz (5) ging.
  • Schweden – der Überflieger schlechthin
    Die Bilanz der Skandinavier verblüfft: 59 Spiele, 56 Siege, 1 Remis, 2 Niederlagen. Das entspricht einer Erfolgsquote von knapp 95 Prozent. Die Schweiz konnte im Jahr 2006 Schwedens Siegesserie nach 32 Partien mit einem 4:4 in der Gruppenphase beenden.
  • Australien und Singapur – das Kanonenfutter
    Das brutale Verdikt von 1:39 zwischen Australien und Schweden (2010) ging als höchste WM-Pleite der A-Division in die Bücher ein. Auch Singapur ist auf der grossen Bühne nicht zu beneiden: Kanterniederlagen wie 0:30, 0:35 oder 0:37 sind für die Südostasiaten an der Tagesordnung.
David Jansson hebt den rechten Zeigefinger. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: David Jansson Trägt seit 2 Jahren die Verantwortung für die Schweizer Nati. EQ Images

Für die Schweiz geht es in Riga darum, nach dem enttäuschenden 4. Rang vor 2 Jahren wieder in die Medaillenränge vorzustossen. «Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, spielen heute aggressiver, schneller und unberechenbarer», sagt David Jansson. Er wird zu seiner WM-Feuertaufe als Schweizer Nationalcoach kommen, im Kader figurieren weitere 8 Debütanten.

Die Schweizer Gegner in der Gruppe A. Samstag, 10 Uhr vs. Estland. – Sonntag, 14:15 Uhr vs. Finnland. – Dienstag, 12.45 Uhr vs. Deutschland.

Sendebezug: Radio SRF 1, «Morgengespräch» 02.12.2016 06:20 Uhr