Das Berufungsgericht von Italiens Anti-Doping-Agentur (Nado) hat die Suspendierung von Biathletin Rebecca Passler aufgehoben. Die 24-Jährige war am 2. Februar vorläufig gesperrt worden, nachdem sie bei einer Dopingkontrolle ausserhalb des Wettkampfs positiv auf den Wirkstoff Letrozol getestet worden war.
Passler hatte argumentiert, das Mittel sei in ihren Körper gelangt, weil sie und ihre Mutter mit einem gemeinsam genutzten Löffel aus einem Nutella-Glas gegessen hätten. Die an Brustkrebs leidende Mutter verwendet demnach zur Therapie das Mittel Letrozol.
«Unbeabsichtigte Einnahme»
Das Nado-Gericht erkannte gemäss dem Urteil die «offensichtliche Begründetheit der unbeabsichtigten Einnahme oder der unwissentlichen Kontamination mit der betreffenden Substanz» an. Damit darf Passler bei den Olympischen Spielen starten. Sie wird in Antholz frühestens für die Staffel-Wettkämpfe zur Verfügung stehen.
Passler, die wenige Kilometer von Antholz geboren wurde, erreichte in der laufenden Weltcup-Saison zweimal den 11. Platz.