- Eisschnelllauf-Wunderkind Jordan Stolz (USA) triumphiert über 1000 m mit Olympiarekord.
- Im Doppelsitzer der Frauen holen die Rodlerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer Gold für Italien.
- Auch bei den Rodlern geht der Sieg im Doppelsitzer an Italien.
- Die Nordische Kombination der Männer wird zur Beute des Norwegers Jens Oftebro.
- Die USA feiern im Moguls-Wettkampf der Frauen einen Doppelsieg.
Eisschnelllauf: Stolz mit Machtdemonstration
Der 21-jährige US-Amerikaner Jordan Stolz hat in Mailand zum ersten Mal in seiner Karriere olympisches Gold geholt. Als Favorit gestartet, wurde der siebenfache Weltmeister den Erwartungen auf grösstmöglicher Bühne gerecht. Stolz gelang über 1000 m eine regelrechte Machtdemonstration. In 1:06,28 Minuten krönte er sich souverän zum Olympiasieger. Er stellte damit einen neuen Olympiarekord auf und distanzierte den zweitplatzierten Jenning de Boo (NED) um eine halbe Sekunde. Bronze ging an den Chinesen Ning Zhongyan.
Rodeln Frauen: Italien jubelt bei Doppelsitzer-Premiere
Erstmals überhaupt traten Rodlerinnen an Olympischen Spielen heuer im Doppelsitzer an. Die Premieren-Goldmedaillen eroberten sich in Cortina die beiden Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer. Das Duo, das schon nach dem 1. Lauf geführt hatte, setzte sich 12 Hundertstel vor Dajana Eitberger/Magdalena Matschina aus Deutschland und 0,259 Sekunden vor den österreichischen Weltmeisterinnen Selina Egle und Lara Michaela Kipp durch.
Rodeln Männer: Italien gewinnt vor Österreich und Deutschland
An den letzten drei Olympischen Winterspielen hatten die Sieger im Doppelsitzer immer Tobias Wendl und Tobias Arlt geheissen. Entsprechend favorisiert ging das deutsche Duo auch in Cortina ins Rennen. Nach Rang 5 im ersten Lauf war im zweiten Umgang eine Steigerung gefordert. Und diese zeigten Wendl/Arlt: Das Duo machte noch zwei Plätze gut und holte die Bronzemedaille. Ganz nach vorne reichte es aber nicht. Dort jubelten die Italiener Emanuel Rieder/Simon Kainzwaldner. Sie holten vor den Österreichern Thomas Steu und Wolfgang Kindl Gold und damit ihre erste Olympiamedaille überhaupt.
Nordische Kombination: Gold geht an Norweger
Jens Oftebro ist seiner Favoritenrolle in der Nordischen Kombination im Val di Fiemme gerecht geworden. Der Norweger holte sich nach einem soliden Auftritt im Skispringen (Normalschanze) im abschliessenden Langlauf-Wettkampf (10 km) den Olympiasieg. Er distanzierte Weltcup-Leader Johannes Lamparter (AUT) im Zielsprint um 1 Sekunde, Bronze ging an den Finnen Eero Hirvonen. Für Oftebro, der in Peking 2022 Teamgold gewonnen hatte, ist es der erste Olympiasieg im Einzel. Der Wettkampf ging ohne Schweizer Beteiligung über die Bühne.
Moguls: Doppelsieg für die USA
Die erst 20-jährige Elizabeth Lemley hat sich im Moguls-Einzel etwas überraschend Gold gesichert. Die US-Amerikanerin, als 4. in den 2. Final eingezogen, wurde für ihren 2. Auftritt mit starken 82,30 Punkten belohnt. Sie siegte vor ihrer Landsfrau Jaelin Kauf (80,77) und der Französin Perrine Laffont (78,00). Jakara Anthony, Peking-Olympiasiegerin und Führende nach dem 1. Final, hatte Nerven gezeigt: Nach dem 1. Sprung kreuzte die Australierin ihre Ski, kam völlig aus dem Rhythmus und musste am Ende mit Platz 8 vorliebnehmen. Schweizerinnen standen keine am Start.