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Olympia-Skispringen Aus dem Nichts: Deschwanden holt Bronze auf der Normalschanze

  • Gregor Deschwanden gewinnt auf der Normalschanze von Predazzo sensationell Olympia-Bronze.
  • Auch Felix Trunz und Sandro Hauswirth schaffen es in den 2. Durchgang. Trunz erreicht als 18. sein bestes Ergebnis überhaupt.
  • Der Sieg geht an Philipp Raimund (GER), Kacper Tomasiak (POL) holt Silber. Überflieger Domen Prevc (SLO) geht leer aus.

Gregor Deschwanden sprang als Fünftletzter im 2. Durchgang und überzeugte wie schon beim 1. Sprung mit einer sehr starken Leistung. Sein Satz auf 107 Meter, gleichbedeutend mit Schanzenrekord, reichte ihm zum geteilten ersten Zwischenrang mit Ren Nikaido (JPN). Nachdem Kacper Tomasiak ebenfalls auf 107 Meter gesegelt war und die Führung übernommen hatte, begann für den Luzerner das grosse Zittern. Aber sowohl bei Kristoffer Eriksen Sundal (NOR) als auch bei Valentin Foubert (FRA) versagten die Nerven. Beide fielen hinter Deschwanden und Nikaido zurück.

So stand Deschwanden schon vor Philipp Raimunds 2. Sprung als Olympia-Medaillengewinner fest. Erst zwei Schweizer Skispringer hatten dies vor ihm geschafft: Simon Ammann und Walter Steiner. Offen war nur noch, welche Farbe Deschwandens Edelmetall haben würde. Weil Raimund seine Leistung aus dem 1. Durchgang bestätigte, wurde es zusammen mit Nikaido Bronze. Überraschend ohne Edelmetall blieb der slowenische Überflieger, Gesamtweltcupführende und Sieger der Vierschanzentournee, Domen Prevc.

Trunz und Hauswirth im Schatten des Teamleaders

Bei Deschwandens überraschendem Medaillengewinn soll das starke Schweizer Teamergebnis nicht vergessen werden: Neben dem 34-Jährigen hatten es auch Felix Trunz und Sandro Hauswirth in den 2. Durchgang geschafft. Hauswirth gelang dort die Bestätigung seines starken 1. Sprungs nicht, er rutschte auf Rang 29 ab. Trunz machte aber im 2. Durchgang nochmals 7 Plätze gut und beendete den Wettkampf auf dem 18. Rang. Eine bessere Klassierung hatte er im Weltcup noch nie erreicht.

Enttäuschende Favoriten im 1. Durchgang

Der erste Durchgang hatte auch neben dem starken Schweizer Abschneiden einige Überraschungen bereitgehalten: Von den fünf am besten Klassierten war lediglich der Führende, Raimund, in dieser Saison schon einmal aufs Podest gesprungen.

Viele Favoriten wie Ryuyo Kobayashi oder Prevc hatten sich ihrer Chancen auf Edelmetall schon im 1. Durchgang beraubt. Dominator Prevc hatte in Predazzo auf die ersten Trainingssprünge verzichtet, was ihn teuer zu stehen kam. Auch Jan Hörl und Daniel Tschofenig vergaben die Chance auf eine österreichische Medaille bereits im 1. Durchgang.

Milano Cortina 2026

SRF zwei, Sportlive, 09.02.2026, 19:00 Uhr ; 

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