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Gold im Team-Event «Die Kirsche auf der Torte»

Mit dem Olympiasieg im Teamevent ist den Schweizer Alpinen ein grandioser Abschluss äusserst erfolgreicher Spiele gelungen.

Legende: Video «Ein Dream Team» abspielen. Laufzeit 2:31 Minuten.
Aus PyeongChang 2018 vom 24.02.2018.

«Unglaublich», «sackstark», «sehr stolz» - nach dem Goldgewinn im Teamevent zeigten sich die Schweizer Protagonisten überwältigt. «Wir wussten, dass etwas drinliegt, aber dass es jetzt aufgegangen ist, ist umso schöner», sagte etwa Wendy Holdener, die nun mit einmal Gold, einmal Silber und einmal Bronze aus Südkorea abreisen wird.

Ramon Zenhäusern wähnte sich in einem Traum. «Das Silber im Slalom war schon brutal emotional. Aber ich versuchte das wegzustecken, weil ich wusste, dass noch etwas möglich ist», so der Riese aus dem Wallis.

Mit 3 Medaillen nach Hause zu gehen, macht mich sehr stolz. Ich wusste, was drinliegt. Aber es war auch Druck da.
Autor: Wendy Holdenerzu ihrem Medaillensatz

Wie auch seine Kollegen hob auch Daniel Yule den Teamgedanken hervor: «Normalerweise ist Skifahren ein Einzelsport. Aber im Team macht es einfach unglaublich Spass. Und für mich ist das nach der Enttäuschung im Slalom natürlich wie die Kirsche auf der Torte», so der 25-Jährige.

Die Alpinen räumen ab

Damit steht die Schweiz nun bei 7 Medaillen im Ski Alpin – so viel Edelmetall gab es für die Schweiz an Olympischen Spielen schon lange nicht mehr. Für die Skifahrer ist es die zweitgrösste Ausbeute überhaupt. Erfolgreicher waren die Schweizer einzig 1988 in Calgary, als es gleich 11 Medaillen regnete. Mit Pirmin Zurbriggen, Peter Müller, Vreni Schneider oder auch Michela Figini war dies die Zeit der ganz grossen Namen.

Zu den ganz grossen Namen kann man nun aber auch Holdener definitiv zählen. Die Schwyzerin, die seit zwei Saisons so konstant Podestplätze im Slalom abliefert, hat nun auch an Olympia zugeschlagen. Und das gleich dreifach. «Ich wusste, dass ich vier Rennen habe und in allen etwas drinliegt. Aber es ist auch Druck da, wenn du weisst, dass du nur alle 4 Jahre diese Chance hast. Ich bin sehr stolz und dankbar», fasste sie zusammen.

Jetzt, da Holdener den mehrfachen Beweis hat, ihre Bestleistung auch auf der allergrössten Bühne abzurufen, wird auch ihr erster Weltcupsieg im Slalom nur noch eine Frage der Zeit sein. Dasselbe gilt wohl auch für Ramon Zenhäusern, dessen Stern an Olympia erst so richtig aufgegangen ist.

Legende: Video «Das war eine Teamleistung» abspielen. Laufzeit 1:23 Minuten.
Aus PyeongChang 2018 vom 24.02.2018.

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung

5 Kommentare

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  • Kommentar von Asher Meng (Ashi)
    Ehrlich,ungeschnœrkelt,symphatisch einfach 4 wunderbare Menschen, die auf dem Boden.bleiben. Wűnsche allen vier, dass die Træume in Erfűllung gehen. Bravo.
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  • Kommentar von Martin Hess (MH)
    Einfach sympathische junge Menschen diese Aplineskifahrer. Da könnten sich die aufgeblasenen Schütteler ein Vorbild nehmen.
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    1. Antwort von H Kuhn (K.H.)
      Ja, das ist klar, zum einen der Charakter der Sportler und weil da nicht so viel Geld im Spiel ist wie beim Idiotensport (wegen Gewalt+Ausschreitungen) Fussball. Beim Skisport ist sicher auch nicht alles Gold was glänzt, aber dort haben wir NICHT extrem überrissene Geldsummen, mafiöse Gebilde, Wettbetrug, Gelder auf Offshore-Konten u. CH-Firmen als Sponsoren in einem Business wo genug Geld vorhanden ist und brauchen auch nicht speziell aufgebotene Polizeikräfte um Ausschreitungen zu verhindern.
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  • Kommentar von U.E. Romer (romeru)
    Herzliche Gratulation! Das Schweizer Skiteam und ihre Betreuer haben uns wirklich Freude bereitet. Hier scheint eine gute Nachwuchsförderung im Gang zu sein. Angefangen von den Betreuerinnen und Betreuer bei den Kleinsten bis hinauf zu den Topkadern.
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