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Kein Schweizer Top-Ergebnis Hirscher mit riesiger Demonstration zum 2. Gold

Marcel Hirscher fährt im olympischen Riesenslalom 1,27 Sekunden Vorsprung heraus. Bester Schweizer wird Loïc Meillard als 9.

Das Podest

  • 1. Marcel Hirscher (Ö) 2:18,04
  • 2. Henrik Kristoffersen (No) + 1,27 Sekunden
  • 3. Alexis Pinturault (Fr) + 1,31 Sekunden

Die Show des Alleinunterhalters

Beflügelt vom ersten Olympiasieg seiner Karriere (am Dienstag in der Kombination), doppelte Marcel Hirscher im Riesenslalom mit bemerkenswerter Lockerheit nach. Der 28-Jährige aus Hallein hatte schon zur Halbzeit ein Polster von 0,63 Sekunden herausgefahren. Bei der Entscheidung liess er keine Fragen mehr über den Ausgang des Rennens aufkommen: Bis zum Ende verdoppelte der entfesselte Österreicher seinen Vorsprung sogar.

Überhaupt war es für Hirscher ein Triumph mit Ansage. Denn von 6 «Riesen» in diesem Winter gingen 4 auf sein Konto. Der 6-fache Gesamt-Weltcup-Gewinner ist auch der amtierende Weltmeister in dieser Disziplin und liegt seit der Saison 2014/15 ununterbrochen an der Spitze in dieser Sparte. Bei Titelkämpfen hat er nun das Dutzend an Medaillen voll gemacht.

Die Aufholjad des «Wikingers»

Henrik Kristoffersen katapultierte sich mit einem fulminanten 2. Lauf noch auf das Podest. Der Norweger machte bei der Reprise auf dem Weg zu seiner 2. olympischen Medaille 8 Plätze gut. Nur auf Durchgang 2 bezogen, konnte der 23-Jährige dank Laufbestzeit im hochklassigen Direktvergleich Hirscher sogar hauchdünn um 4 Hundertstel überflügeln.

Die Konstanz von «Les Bleus»

Alexis Pinturault sorgte dafür, dass Frankreich zum 3. Mal bei den letzten 4 Winterspielen auf dem Podest vertreten ist. Der 26-Jährige wiederholte seinen Bronze-Gewinn von Sotschi und holte nach Kombi-Silber wie Hirscher in Pyeongchang bereits sein 2. Edelmetall. Überhaupt zeigte sein Team eine geschlossene Mannschaftsleistung: Sämtliche Franzosen klassierten sich in den Top 7.

Der Lichtblick der Schweizer

  • 9. Loïc Meillard + 2,41 Sekunden
  • 15. Gino Caviezel + 3,21 Sekunden
  • 19. Luca Aerni + 3,58 Sekunden
  • Frühes Out im 1. Lauf: Justin Murisier

Mit dem erst 21-jährigen Loïc Meillard war der Jüngste aus dem Swiss-Ski-Quartett für das beste Resultat besorgt. Bei seiner Olympia-Feuertaufe darf er mit Rang 9 zufrieden sein, im Weltcup war er bloss 2 Mal besser klassiert. Der Rückstand von 2,41 Sekunden ist zwar gross, ändert aber nichts an den vielversprechenden Perspektiven des Talents.

Teamleader Justin Murisier liess vom ersten Meter an nichts unversucht. Die offensive Herangehensweise des Wallisers ging nicht auf: Bereits nach 16 Fahrsekunden stand Murisier im 1. Durchgang nach einem Torfehler neben der Piste.

Das Programm der nächsten Tage

Somit bleibt den Männern noch eine Einzel-Entscheidung: Der Slalom findet in der Nacht auf Donnerstag statt. Das nächste Alpin-Rennen folgt am Mittwoch. Dann werden die Abfahrerinnen die Olympiasiegerin ermitteln (live ab 3 Uhr in der Früh bei SRF & in der Sport App).

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung

25 Kommentare

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  • Kommentar von Eva Gebi (esissimo)
    Liebes SRF - in der Sendung Pyeongchang Aktuell stellen Sie clever fest dass es Gino Caviezel in der Abfahrt und Kombi nicht zu gut lief, mit den Rängen 11/13 - und verwechseln ihn damit peinlicherweise mit seinem Bruder Mauro. Gino hatte am RS seinen ersten Einsatz! Es gibt noch weitere Beispiele von eher schwacher Qualität in den Berichten....
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  • Kommentar von Thomas Müller (ThomMueller)
    @E. Waeden: Hand aufs Herz. Würden Sie sich über die zahlreichen Erfolge von Hirscher und Kristofferson auch so ärgern, wenn die beiden für die Schweiz fahren würden? Wäre es auch langweilig für Sie, wenn Feuz oder ein anderer Schweizer so erfolgreicv wie Hirscher wäre?
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Hand auf s Herz: Hirscher fährt zwar unter österreichischer Flagge, ist aber schon längst nicht mehr Teil des ÖSV, sondern die Firma Hirscher, wo sich alles nur um ihn dreht. Natürlich freuen Erfolge bei den Schweizern sehr, aber sie breiter auf s ganze Team verteilt, freuen sie viel mehr. Bei den Rennen sind sie zwar Konkurrenten, aber es ist immer noch ein Team, wo man bei allen auf gute Resultate hofft. Und mich freuen alle Klassierungen in den Top 30, denn Weltklasse haben sie alle.
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  • Kommentar von Phil Cave (phcavi)
    Die Bilanz der Schweizer Delegation sieht bisher gut aus. Ich bin sehr zuversichtlich und freue mich auf eine spannende zweite Wettkampfwoche.
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