17 Lehren aus 3 Wochen Rio

Die ersten Olympischen Sommerspiele in Südamerika sind Geschichte. 17 Lehren unserer Reporterin vor Ort.

Nicht nur der Sport hat die Spiele In Rio geprägt. Ich habe ausserdem gelernt, dass...

... Sicherheitskontrolle nicht gleich Sicherheitskontrolle ist. Einmal musst du den Laptop auspacken, am nächsten Tag nicht mehr. Einmal kommst du problemlos mit Gürtel durch die Kontrolle, einmal musst du ihn ausziehen. Spannend auch, dass die zuständige Sicherheitfirma vom einen auf den anderen Tag wechselte.

... eine Portion warme Cup-Noodles die perfekte Mahlzeit für den «Kühlschrank» Pressecenter ist. Es hatte gefühlte -10 Grad.

Eine Tasse Nudelsuppe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der tägliche Begleiter Eine Tasse Nudelsuppe. SRF

... Taxifahrten bisweilen zu einem echten Abenteuer werden können: Falsche Abzweigungen, Stopps mitten auf der Strasse und Beinahe-Kollisionen gehören hier zum Alltag.

... man auch zu viel Fleisch essen kann. Nach einem Abendessen in einer «Churrascaria» hat man für ein paar Tage genug von «carne».

... es schlechte Lügner gibt. Und dann gibt es Ryan Lochte.

... Bier auch gerne mal halb gefroren ausgeschenkt wird. Dafür werden 4cl Cachaça bei einem Caipirinha grosszügig interpretiert. Prost!

... ein Netzwerk-Modem nicht mit Tee «gewässert» werden sollte.

... die Schweizer Athlet/innen auch abseits der Wettkampfstätten mit ihren sympathischen Auftritten überzeugten. Von Starallüren keine Spur.

Giulia Steingruber. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bestens gelaunt im Studio Giulia Steingruber. SRF

... die Kriminalität in Rio auch während den Olympischen Spielen ein allgegenwärtiges Thema ist. Das Polizei- und Militäraufgebot war massiv.

... das olympische Tennisturnier trotz zahlreicher Absagen im Vorfeld ein echtes Highlight war.

... in der Tennis-Mixed-Zone mehr Tränen flossen als anderswo. Hingis, Bacsinszky, Del Potro – nur um ein paar Namen zu nennen.

... der Weg von der Copacabana ins Pressecenter (rund 28 Kilometer) in der Rush Hour locker mal über 2 Stunden in Anspruch nehmen kann.

... es für den Medien-Transport zwar eine tolle App gibt, nur: Die Fahrer halten sich so strikt an den Fahrplan wie Diego Armando Maradona an eine Diät.

Ein gewohntes Bild. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Warten auf den Bus Ein gewohntes Bild. SRF

... die Fans mit der Frauen-«Seleçao» genauso mitfiebern wie mit Neymar und Co.

... die wirtschaftliche Situation eines Landes entscheidend ist für die Stimmung bei Olympischen Spielen. Das vielzitierte Olympia-Feeling kam nur selten auf.

... es in Rio auch im Winter heiss und feucht ist. Man schwitzt nur einmal pro Tag.

... ein Trottinett für den Weg von der Unterkunft ins Mediencenter von Vorteil ist. Leider gibt es eine Handgelenkverletzung eines RTS-Journalisten zu beklagen.

Und ganz zum Schluss: Dass der Sport halt doch die schönste Nebensache der Welt ist!

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Olympische Spiele