Filmreife Schweizer Erfolge: Von «Lion King» bis «Goldeneye»

Die Schweizer Sportler haben in Rio hollywoodreife Geschichten geschrieben. Wir haben unsere Experten gefragt, welches Drehbuch am besten zu unseren Medaillen-Gewinnern passt.

    • 1.
      «Lion King»
      Fabian Cancellara bei der Siegerehrung. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Grosse Emotionen Fabian Cancellara bei der Siegerehrung. Keystone

      Sven Montgomery über Fabian Cancellara:

      «Mit seiner Goldmedaille hat Fäbu bewiesen, dass er im Zeitfahren noch immer ein König ist. Ich habe diesen Filmtitel aber nicht nur deshalb gewählt. Wie die Löwen ist auch er ein absoluter Familienmensch. Dass er gleich am Tag nach seinem Sieg nach Hause gereist ist, um mit seiner Frau den 10. Hochzeitstag zu feiern, unterstreicht dies.»

    • 2.
      «Fantastic Four»
      Die vier Gold-Ruderer. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Grenzenlose Freude Die vier Gold-Ruderer. EQ Images

      Olivier Gremaud über den Leichtgewichts-Vierer:

      «Durch Nichts und Niemanden aus der Ruhe zu bringen. Jeder Einzelne mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet und zusammen unschlagbar. Selbstbewusst genug, von Beginn weg nach dem Höchsten zu streben und es auch zu erreichen.»

    • 3.
      «For A Few Dollars More»
      Nino Schurter. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Hat endlich Gold Nino Schurter. Keystone

      Thomas Frischknecht über Nino Schurter:

      «Die beiden Kopfgeldjäger Monco und Colonel Mortimer schaukeln sich gegenseitig hoch. Das lässt sich auf das Duell zwischen Nino Schurter und Jaroslav Kulhavy ummünzen. Es ist schliesslich Monco, von meinem Lieblingsschauspieler Clint Eastwood gespielt, der die Beute (in Ninos Fall die Goldmedaille) einheimst. Der Titel passt auch deshalb, weil der Olympiasieg sich für Nino auch finanziell auswirken könnte.»

    • 4.
      «Thelma and Louise»
      Timea Bacsinszky und Martina Hingis. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Strahlten um die Wette Timea Bacsinszky und Martina Hingis. Keystone

      Heinz Günthardt über Timea Bacsinszky und Martina Hingis:

      «Zwei Frauen auf einem Trip, der so nie geplant war. Obwohl es viele verhindern wollen, wird gegen alle Wahrscheinlichkeiten die Reise immer länger. Als kurz vor dem Ziel die Widerstände zu gross werden, fahren Thelma und Louise mit einem Lächeln über die Klippe. Der Sieg in der Niederlage – Heldinnen für immer.»

    • 5.
      «High Noon»
      Nicola Spirig mit der Silbermedaille. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Sichtlich erleichtert Nach Gold 2012 gab es für Triathletin Nicola Spirig in Rio Silber. EQ Images

      Christoph Mauch über Nicola Spirig:

      «Alle haben lange auf das Duell zwischen Nicola Spirig und Gwen Jorgensen, den beiden aktuell besten Triathletinnen, gewartet. Schliesslich ist es auf der Copacabana auf der Laufstrecke zum Showdown gekommen. Es war für die Fans ein spektakuläres Finish eines spannenden Triathlons.»

    • 6.
      «Goldeneye»
      Heidi Diethelm Gerber. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Gewann die 1. Schweizer Medaille Heidi Diethelm Gerber. Keystone

      Simon Beyeler über Heidi Diethelm Gerber:

      «Obwohl es nicht zu Gold gereicht hat, traf Heidi so zielsicher wie James Bond. Ihr Fokus war voll auf den Gewinn der Bronzemedaille ausgerichtet. Wie Agent 007 hat sie ihr ganzes Leben auf ein Ziel ausgerichtet und die nötige Coolness mitgebracht. Mit ihrem 3. Platz erlöste sie nicht nur die auf eine Medaille wartende Schweiz, sondern auch die Schweizer Schützen, welche seit 2000 endlich wieder einmal eine Medaille feiern konnten.»

    • 7.
      «Mission Impossible»
      Giulia Steingruber nach dem Gewinn der Bronzemedaille. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Kann es nicht glauben Giulia Steingruber nach dem Gewinn der Bronzemedaille. Keystone

      Roman Schweizer über Giulia Steingruber:

      «Von den acht Sprungfinalistinnen zeigte Giulia Steingruber den zweittiefsten Schwierigkeitsgrad. Sie verzichtete auf ihren neuen, schwierigen Steingruber-Sprung und setzte auf die ‹sichere› Variante mit dafür hohen Haltungsnoten. Diese Taktik ging auf. Die Konkurrentinnen riskierten zu viel und stürzten. Steingruber hingegen absolvierte ihre zwei Sprünge nahe der Perfektion und gewann Bronze. Also doch: Mission possible.»

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung