Halbfinal: Hingis und Bacsinszky kämpfen in Rio um Edelmetall

Der Siegeszug geht weiter: Martina Hingis und Timea Bacsinszky haben in Rio den Einzug in den Olympia-Halbfinal geschafft. Das Schweizer Duo gab gegen Chan Hao-Ching/Chan Yung-Jan nach 0:3-Rückstand kein Game mehr ab.

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Hingis/Bacsinszky stehen im Olympia-Halbfinal

2:05 min, vom 11.8.2016
  • Verpatzter Start: Die Schweizerinnen geraten zu Beginn mit Break 0:3 in Rückstand. Danach gelingen ihnen 12 Gamegewinne in Folge zum 6:3, 6:0-Erfolg.
  • Noch ein Sieg fehlt: Mit einem weiteren Erfolg haben Hingis/Bascsinszky eine Medaille auf sicher.
  • Die Gegnerinnen: Im Halbfinal am Freitag wartet ein Duo aus Tschechien.

Martina Hingis und Timea Bacsinszky erwischten einen denkbar schlechten Start in die Partie gegen Chan Hao-Ching/Chan Yung-Jan. Zwar erspielte sich das Schweizer Duo gleich im 1. Game 2 Breakchancen, konnte diese aber nicht verwerten.

Die in der Doppel-Weltrangliste gemeinsam auf Platz 6 liegenden Geschwister aus Taiwan schlugen umgehend zurück. Früh führten sie mit Break 3:0. Doch das sollte es von den Asiatinnen gewesen sein. Hingis und Bacsinszky übernahmen das Zepter und gaben dieses in der Folge nicht mehr aus der Hand.

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«Haben bewiesen, dass wir keine Eintagsfliegen sind»

2:42 min, vom 11.8.2016

12 Games in Folge

Die Schweizerinnen setzten zu einem ultimativen Steigerungslauf an und spielten sich in einen regelrechten Rausch. Nachdem sie den 1. Durchgang mit 6 Games in Folge gedreht hatten, verliessen die Taiwanesinnen den Platz und liessen sich mit einer Rückkehr ziemlich viel Zeit.

«  Jetzt haben wir nichts mehr zu verlieren. »

Martina Hingis

Doch Hingis und Bacsinszky liessen sich auch dadurch nicht aus dem Rhythmus bringen. Im Gegenteil: Hingis spielte am Netz gewohnt stark, Bacsinszky drehte von der Grundlinie mit ihren druckvollen Schlägen immer mehr auf. Nach 77 Minuten und 12 Games in Folge stand der Halbfinal-Einzug der Ostschweizerin und der Lausannerin fest.

Das sagten die strahlenden Siegerinnen nach dem Spiel:

  • Hingis: «Wir haben bewiesen, dass wir keine Eintagsfliegen sind. Wir sind stolz auf das, was wir bisher erreicht haben. Jetzt haben wir nichts mehr zu verlieren.»
  • Bacsinszky: «Es fühlt sich gut an. Bis auf den schlechten Start haben wir erneut ganz gut gespielt. Es brauchte ein paar Tage, aber jetzt läuft es immer besser.»

Zwei Chancen auf eine Medaille

Nächste Gegnerinnen am Freitag sind die Tschechinnen Andrea Hlavackova/Lucie Hradecka. Die Schweizerinnen haben damit zwei Chancen auf eine Medaille. Im Falle einer Niederlage hätten sie eine zweite Möglichkeit im Spiel um Platz 3.

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichtertsattung