In diesen vier Zentren wird um Medaillen gekämpft

Für die Olympischen Spiele in Rio haben die Organisatoren vier Zentren geschaffen. Für einen verhältnismässig grossen Teil der 37 Wettkampfstätten konnten sie dabei auf Bestehendes zurückgreifen.

Die Wettkampfstätten in Rio de Janeiro

Maracana? Fussball. Copacabana? Strandleben. Diese gängigen Assoziationen für die berühmtesten Markenzeichen Rios gelten an den Olympischen Spielen nur eingeschränkt.

Wenn vom 5. bis 21. August Athleten aus aller Welt um Medaillen kämpfen, steht Maracana auch für Leichtathletik und an der Copacabana wird für einmal nicht nur Beachvolleyball gespielt. Die insgesamt 37 Wettkampfstätten sind in vier Zentren unterteilt. Ein Überblick:

  • Olympiapark Barra: Das 1,2 Millionen Quadratmeter grosse Gebiet liegt fast 40 Kilometer vom Zentrum Rios entfernt. Hier werden 16 Sportarten ausgetragen, darunter die Schwimmwettbewerbe, Tennis und Turnen. In der Nähe liegt auch das Olympische Dorf, das über 10'000 Sportler beherbergen wird.
  • Deodoro: Der Olympiapark des Stadtteils Deodoro im Westen Rios wird die zweitgrösste Konzentration von Wettkämpfen aufnehmen. Neben den Reitern und Mountainbikern werden hier auch Schiess-, Fecht- und BMX-Wettkämpfe ausgetragen.
  • Maracana: Neben dem Olympiastadion Joao Havelange, in dem die Leichtathletik-Wettbewerbe stattfinden, liegt hier auch das altehrwürdige Maracana-Stadion. Hier findet sowohl die Eröffnungs- als auch die Schlussfeier statt. Dazwischen wird im 78'000 Zuschauer fassenden Stadion natürlich Fussball gespielt.
  • Copacabana: Am wohl berühmtesten Strand der Welt finden nicht nur die Beachvolleyball-Turniere, sondern auch die Ruder- und Kanuwettkämpfe statt. Auch die Triathleten und die Segler halten sich hier auf.
Die vier Wettkampfzentren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die vier Wettkampfzentren. Keystone

Vergleichsweise wenig Neubauten

Die Anzahl der Neubauten, die für die Olympischen Spiele errichtet wurden, haben sich in Rio in Grenzen gehalten. In Relation zu den vorangegangenen Sommerspielen in Peking und London konnten die Baukosten tiefer gehalten werden. Der gesamte finanzielle Aufwand wird mit knapp zwei Milliarden Franken beziffert.

Vielfach konnte auf Anlagen zurückgegriffen werden, die für die Panamerikanischen Spiele 2007 errichtet worden waren. Selbst das im Stadtteil Maracana gelegene Olympiastadion ist keine Neuanschaffung. Es dient seit acht Jahren dem Fussballklub Botafogo als Heimstätte.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Rio