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Rio 2016 Léa Sprunger überraschend ausgeschieden

Léa Sprunger ist über 400 m Hürden im Vorlauf ausgeschieden. Die Romande hatte vor der letzten Hürde ein Blackout und verlor über 1,6 Sekunden auf ihre persönliche Bestzeit. Auch Petra Fontanive überstand die Vorläufe nicht.

Die Qualifikation für den Final hatte sich Léa Sprunger zum Ziel gesetzt. Es sollte nicht einmal für die Halbfinals reichen. Die EM-Bronzegewinnerin kam in ihrem Vorlauf erst als 5. auf die Zielgeraden.

Legende: Video Sprungers Fehler in Zeitlupe abspielen. Laufzeit 0:48 Minuten.
Vom 16.08.2016.

Vielleicht hätte sie mit ihrem bekannt starken Endspurt doch noch den direkten Halbfinalplatz erreicht (Top 3), wäre sie nicht nach einem Schrittfehler vor der letzten Hürde beinahe stillgestanden. Sprunger kam in 56,58 Sekunden als 4. ins Ziel und verfehlte ihre persönliche Bestleistung um über 1,6 Sekunden.

Letztlich fehlten ihr dennoch nur 3 Hundertstel zu einem Halbfinal-Platz als eine von 6 «Lucky Losers». Auf dieser Liste belegte sie Rang 7.

«Habe alles falsch gemacht»

Im Interview konnte die 26-Jährige ihre Tränen nicht zurückhalten. «Das findet nur einmal alle 4 Jahre statt, und ich habe hier den schlechtesten Lauf meines Lebens gezeigt. Ich war während des ganzen Laufs nicht im Rhythmus.»

Sie habe während der ganzen Woche ein gutes Gefühl gehabt. Aber dann seien mit der Auslosung der Bahn 1 und dem starken Regen zwei Faktoren aufgetaucht, die sie sich nicht gewohnt sei. «Ich kriegte eine Mega-Panik. Ich habe alles falsch gemacht», so die untröstliche Sprunger.

Fontanive ebenfalls out

Chancenlos blieb Petra Fontanive. Die 27-Jährige wurde in ihrem Vorlauf in 56,80 Sekunden 6. «Ich habe mir mehr erhofft», zeigte sich Fontanive enttäuscht. «Mit der Unterbietung meiner persönlichen Bestleistung (56,09) wären die Halbfinalchancen intakt gewesen.» Nun gehe es darum, den Lauf zu analysieren und die Lehren daraus zu ziehen.

Sendebezug: Laufende Rio-Berichterstattung

11 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Hofstetter (hofi)
    Lea Sprunger hat ein Nervenkostüm wie ein Papillon in Not. Einen Flügelschlag vor dem Elend. Etwas Positives bleibt: Es gibt unglaublich viel Luft nach oben.
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  • Kommentar von Thomas Türler (Tom24)
    Schade, aber an Olympia herrschen eigene Gesetze: einige wachsen über sich hinaus, andere sind wie gelähmt, und viele Stars sind ausgerechnet an Olympia gescheitert. Dass Bolt und Phelps diese Lockerheit immer wieder aufbringen, trotz immenser Erwartungshaltung, ist wahrscheinlich das, was ich an ihnen am meisten bewundere!
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  • Kommentar von Chasper Stupan (kritischabündner)
    Schade für Lea. 400m Hürden ist keine einfache Disziplin und bei Leas misslungenem Lauf haben offensichtlich viele Faktoren mitgespielt (Wetter, Bahnzuteilung, Rhythmus, Selbstvertrauen, Unerfahrenheit). Die Aussagen nach dem Lauf sind schon etwas befremdlich, aber mit Druck umzugehen ist leider nur bedingt lernbar. Ich wünsch ihr, dass sie - die noch immer sehr neu in dieser Disziplin ist - bei den nächsten Gelegenheiten aufblüht. Viel Glück Lea!
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