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Rio 2016 Nach Absagenflut der Golfer: McIlroy findet Olympia «belanglos»

Die halbe Weltelite der Golfer hat in den letzten Wochen ihren Verzicht auf Olympia verkündet. Die Begründung: Angst vor dem Zika-Virus. Jetzt redet der Weltranglisten-Vierte Rory McIlroy Klartext.

Einen Tag nach dem Verzicht des Weltranglistendritten Jordan Spieth (USA) hat Nordirlands Star Rory McIlroy das olympische Golfturnier in Rio als «belanglos» eingestuft. Olympia werde er sich im Fernsehen anschauen. «Ich bin aber nicht sicher, ob ich Golf schauen werde», sagte der viermalige Major-Gewinner. Besonders interessierten ihn «Leichtathletik, Schwimmen, Wasserspringen – die Dinge, die eben eine Rolle spielen».

McIlroy will Verantwortung für seine Sportart übernehmen

«Ich bin zum Golfsport gekommen, um Meisterschaften und Majors zu gewinnen. Irgendwann kommt man zu dem Punkt, wo man auch eine Verantwortung für die Entwicklung seines Sports hat. Der bin ich auch nachgekommen», sagte McIlroy. Aber dies sei nicht der Grund gewesen, diesen Sport zu betreiben.

Die härteste Entscheidung meines Lebens.
Autor: Jordan Spieth
Video
Probleme in Rio: Sicherheit, Gesundheit, Transport
Aus sportaktuell vom 12.07.2016.
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McIlroy hatte seine Absage im Juni noch mit der Angst vor Zika erklärt. Dies dürfte jedoch nach seinen jüngsten Äusserungen nur eine vorgeschobene Erklärung gewesen sein. Zwei Monate vor seiner Absage hatte er mit seiner Freundin Erica Stoll einen Urlaub auf Barbados verbracht. Dort ist die Zika-Gefahr genauso gross wie in Brasilien.

Ebenfalls vor den am Donnerstag beginnenden British Open hatte Jordan Spieth seinen Olympia-Verzicht mitgeteilt und dabei von der «härtesten» Entscheidung seines Lebens gesprochen.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 12.07.16, 22:20 Uhr

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Camenzind , Arlesheim
    Kein Geld verdienen können und dann noch scharfe Dopingkontrollen dazu... ist offenbar für viele Golfstars ein Ablöscher.
  • Kommentar von R.Maier-G. , Zürich
    Gut, dass die Golfer selber merken, dass Golf nicht an Olympische Spiele gehört!
  • Kommentar von Bruno Huber , Bern
    Diese "Sportart" hätte man gar nie aufnehmen sollen, wenn es doch belanglos ist und sich die Sportler darum scheren. Im Tennis gibt es ebenfalls keine monetären Anreize und Weltrangenlistenpunkte, die Crème de la Crème nimmt dennoch teil. Roger Federer und Serena Williams sagen zum Beispiel ihre Teilnahme explizit auch zu wegen der Atmosphäre, die sportartenübergreifende Anlässe zu bieten vermögen. Letztere stuft ihre 4 Goldmedaillen nicht tiefer ein als ihre 22 Majortitel, die sie gewonnen hat.
    1. Antwort von Michi Frei , Bern
      Nun bei olympischen Spielen werden im Tennis sehr wohl Weltranglistenpunkte vergeben. 750 ATP für den gewinn der Goldmedallie.
    2. Antwort von Bruno Huber , Bern
      @Frei, Bern: Falsch Ihre Angabe, im 2016 werden im Gegensatz zu den vorangehenden Olympischen Spielen keine ATP-Punkte vergeben: https://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_2016/Tennis#Modus