Zahlen und Fakten zu den Paralympics in Rio

Nach Olympia ist vor den Paralympischen Spielen: In Rio steigt am Mittwochabend die Eröffnungsfeier der 15. Sommer-Paralympics. Hier gibt's die wichtigsten Infos dazu.

Maskottchen Tom. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Begleitet durch die Paralympics Maskottchen Tom. Keystone

Immer mehr Athleten

Fast sieben Mal so viele Länder und fast elf Mal so viele Athleten: Seit der Einführung 1960 haben sich die Sommer-Paralympics extrem entwickelt. In Rio wird (auch ohne die ausgeschlossenen Russen) sowohl bei der Anzahl Nationen als auch bei den Teilnehmern ein Rekord aufgestellt werden. Erwartet werden 4350 Athleten aus 176 Nationen. Zum Vergleich: 1960 in Rom waren es 400 Sportler aus 23 Ländern.

Die Eröffnungsfeier

Die ersten Paralympics auf südamerikanischem Boden (7.-18. September) werden am Mittwoch mit einer grossen Eröffnungsfeier im Maracana-Stadion lanciert. In der legendären Arena soll mit Fotos aller teilnehmenden Sportler ein grosses Herz geformt werden. Rollstuhl-Leichtathletin Sandra Graf wird die Schweizer Delegation als Fahnenträgerin anführen.

Kanu und Triathlon mit Premiere

Nur gerade zwei Wochen hatten die Organisatoren Zeit, die 20 Wettkampfstätten nach dem Ende der Olympischen Spiele für die Para-Sportler umzubauen und vorzubereiten. In 23 verschiedenen Sportarten werden insgesamt 528 Medaillensätze vergeben – auch das ist ein neuer Rekord. Zu ihrer Premiere kommen am Zuckerhut die Kanuten und Triathleten.

Sportliche Besonderheiten der Paralympics

In den gleichen Disziplinen gibt es verschiedene Sieger. Das liegt daran, dass die Einteilung der Athleten nach dem Grad ihrer Behinderung vorgenommen wird. Klassifizierungssysteme ordnen Sportler mit ähnlichen Voraussetzungen oder Fähigkeiten Gruppen zu, so dass die Leistungen untereinander vergleichbar sind und somit nur Faktoren wie Fähigkeit, Fitness, Kraft, Ausdauer, taktisches Geschick und mentale Stärke über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Rollstuhl-Sportler Marcel Hug. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Möchte diesmal Gold Rollstuhl-Sportler Marcel Hug. Keystone

Wie viele Schweizer sind am Start?

Für die Schweiz treten 24 Athletinnen und Athleten zu den Paralympics an. Mit von der Partie sind unter anderen Manuela Schär und Marcel Hug – zwei bekannte Gesichter aus der Szene, und in verschiedenen Disziplinen zugleich Goldmedaillen-Kandidaten. Fast die Hälfte der Schweizer Paralympioniken startet in der Leichtathletik.

18 Tonnen Material steht bereit

Der offizielle technische Service-Partner der Paralympics stellt gut 18 Tonnen Material bereit. 15'000 Einzelteile, darunter beispielsweise 1100 Rollstuhlreifen oder 300 Prothesenfüsse, stehen den Athleten zur Verfügung. In einer eigens eingerichteten Werkstatt führt ein 100-köpfiges Team Reperaturen aus. Pro Tag rechnet man mit rund 2000 Aufträgen.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zu den Paralympics