Steffi Vogt: Die Erfahrene in Liechtensteins Mini-Team

Aus gerade einmal 3 Athletinnen besteht Liechtensteins Mini-Delegation für die Olympischen Spiele. Eine davon ist Tennisspielerin Stephanie Vogt.

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Vogt: «Werden vom Schweizer Team integriert»

2:13 min, vom 1.8.2016

Stephanie Vogts Augen beginnen zu leuchten, wenn Sie auf Olympia angesprochen wird. Die Liechtensteinerin darf nach London 2012 zum zweiten Mal an diesem Grossanlass teilnehmen. Doch wie kommt es, dass die aktuelle Nummer 290 der Welt in Rio sein kann?

«Es gibt sogenannte ‹Tripartite Commission Wildcards›, von denen gibt es 2 fürs Tennis. Und ich habe eine davon bekommen. Es ist eine spezielle Wildcard für Länder, die sehr wenige Athleten haben», erklärt die 26-Jährige.

2012 in London hatte Vogt ihre Delegation gar als Fahnenträgerin ins Stadion geführt. 2008, als sie ebenfalls vom Internationalen Tennisverband eine Olympia-Einladung erhalten hatte, platzte der Traum aufgrund einer schweren Knieverletzung kurz vor der Abreise.

Steffi Vogt war 2012 in London Fahnenträgerin. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Grosse Ehre Steffi Vogt war 2012 in London Fahnenträgerin. Getty Images

Der Traum von der Grand-Slam-Teilnahme

Steffi, wie sie von allen genannt wird, kommt aus Vaduz und ist die erste liechtensteinische Tennisspielerin überhaupt, die Aufnahme ins WTA-Ranking gefunden hat.

Im Schatten von Williams, Kerber und Co. verfolgt die sympathische Rechtshänderin ihre ganz eigenen Ziele. Noch ist es ihr verwehrt geblieben, an einem Grand-Slam-Turnier teilzunehmen; das Haifischbecken Qualifikation bedeutete jeweils Endstation. Im Doppel hingegen ist Vogt dies schon gelungen.

Besseres Abschneiden als vor 4 Jahren?

Im schmucken «Olympic Tennis Center» geht Vogt als klare Aussenseiterin an den Start. Sich konkrete Ziele zu setzen, fällt deshalb schwer. Nur allzu gerne würde es die 26-Jährige aber besser machen als vor vier Jahren, als sie in London – in ihrem ersten Match auf Rasen überhaupt – gleich in der 1. Runde scheiterte. Die Vorfreude ist jedenfalls ungetrübt: «Olympische Spiele verursachen so viele Emotionen, ich freue mich wahnsinnig.»

Inwiefern ihr die gemachten Erfahrungen vor 4 Jahren helfen und weshalb sie sich auch ein bisschen als Schweizerin fühlt, erzählt Vogt im Interview.

Sendebezug: Laufende (Vor-)Berichterstattung zu Olympia in Rio