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Mit einer Stimme Unterschied Machtwechsel perfekt: Ospelt beerbt Eliasch als FIS-Präsident

  • Alexander Ospelt ist neuer Präsident des internationalen Ski- und Snowboardverbands FIS.
  • Der Liechtensteiner setzt sich am Kongress in Belgrad gegen Amtsinhaber Johan Eliasch mit 65:64 Stimmen durch.
  • Eliasch war im Vorfeld der Wahlen grosser Kritik von Swiss-Ski und anderen grossen Verbänden ausgesetzt.

Beim internationalen Ski- und Snowboardverband FIS kommt es zum Machtwechsel. Der streitbare Amtsinhaber Johan Eliasch verlor beim 57. Kongress in Belgrad das Duell mit Herausforderer Alexander Ospelt und muss nach fünf Jahren an der Spitze seinen Posten räumen. Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus. Der Liechtensteiner setzte sich mit 65:64 Stimmen gegen Eliasch durch und erreichte damit exakt das erforderte absolute Mehr.

Mit dem für vier Jahre gewählten Ospelt an der Spitze, so hoffen die Vertreter der grossen Nationalverbände, sollen bei der FIS wieder Ruhe, Sachlichkeit und Transparenz einkehren. Im Vorfeld der Wahl hatte unter anderem Swiss-Ski grosse Kritik am Führungsstil Eliaschs ausgeübt.

Person in einem Anzug vor einem weissen Hintergrund mit bunten Linien.
Legende: Neuer Präsident der FIS Alexander Ospelt. Keystone/FIS AGENCE ZOOM

Finanzielle Schieflage

Insbesondere die finanzielle Lage der FIS bewog die Verbände dazu, Alarm zu schlagen. Die Warnungen verfehlten ihre Wirkung nicht. Auch kleinere Verbände, dank deren Stimmen Eliasch vor fünf Jahren die Wahl zum Präsidenten unter anderem gegen den damaligen Swiss-Ski-Vorsitzenden Urs Lehmann für sich entschieden hatte, sahen mit dem schwedisch-britischen Geschäftsmann an der Spitze keine Zukunft mehr.

Eliasch machte unmittelbar nach der Bekanntgabe der Wahl gute Miene zum bösen Spiel. «Für mich war es eine Win-Win-Situation. Entweder erhalte ich mein Leben zurück, oder ich gewinne die Wahl.» Der entthronte Präsident liess es sich nicht nehmen, selbst Kritik zu üben und betonte, dass die FIS eine unabhängige Organisation sei. So hätte das Internationale Olympische Komitee versucht gehabt, die Wahl zu beeinflussen.

Mit Alexander Ospelt, einem Rechtsanwalt mit Doktortitel und eigener Kanzlei in Schaan, soll die Zeit der Zerrüttung ein Ende haben, soll die FIS wieder im Sinne der Sache geführt werden. Mit der FIS ist der einstige Präsident des Liechtensteinischen Skiverbandes bereits bestens vertraut. Seit zwei Jahren hat er dem Council angehört. «Ich möchte mich bei allen für das Vertrauen bedanken. Ich werde ein Präsident für euch alle sein. Lasst uns für unseren Sport vereinigt sein», so die ersten Worte des neuen Amtsinhabers.

Radio SRF 1, Nachrichten, 11.06.2026, 12:00 Uhr ; 

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