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Vail 2015 Super-G: Ein perfekter Berg für Lara Gut?

Traditionell werden die Weltmeisterschaften der Alpinen mit dem Super-G der Frauen eröffnet. Die Ausgangslage für das Rennen von Dienstag in Vail/Beaver Creek ist offen. In der Pole Position für eine Schweizer Medaille steht Lara Gut.

Legende: Video «Lara Gut vor dem WM-Super-G» abspielen. Laufzeit 3:05 Minuten.
Aus vail - beaver creek 2015 vom 02.02.2015.

Wirft man einen Blick auf die Weltcup-Resultate der aktuellen Saison, besteht aus Schweizer Sicht durchaus Hoffnung auf eine Medaille beim ersten Rennen der Weltmeisterschaften in Vail/Beaver Creek. Diese Hoffnungen fussen in erster Linie auf den Resultaten von Lara Gut.

Die Tessinerin fiel bislang mit sehr konstanten Leistungen im Super-G auf. Gleich im ersten Rennen Anfang Dezember in Lake Louise fuhr die 23-Jährige ihren ersten von zwei Saisonsiegen heraus. Daneben holte Gut einen 4. Platz in Val d'Isère und einen 6. Platz in Cortina. Beim letzten Super-G in St. Moritz stürzte sie nach guter Zwischenzeit.

Gute Erinnerungen an Beaver Creek

Dass der diesjährige WM-Super-G auf der Raptor-Piste in Beaver Creek stattfindet, kommt Gut sehr entgegen. Die Vizeweltmeisterin erlebte vor etwas mehr als einem Jahr eine äusserst erfolgreiche Generalprobe und gewann in Colorado gleich den Super-G sowie die Abfahrt. «Es ist cool, dass wir wieder einmal eine WM mit einer schwierigen Super-G-Strecke haben. Ich habe bewiesen, dass ich auf dieser Piste schnell sein kann», freut sie sich.

Die Favoritenrolle lässt sich Gut aber nicht ohne weiteres zuschieben: «Ich lese keine Zeitungen, aber wenn Lindsey Vonn sagt, dass ich die Favoritin sei, dann hat das sicherlich auch mit Taktik zu tun», gibt die 23-Jährige zu Protokoll. Auch Frauen-Trainer Hans Flatscher traut der Tessinerin für Dienstag einiges zu: «Lara hat den Berg sehr gerne, das hat sie bewiesen. Er fordert genau das, was sie am besten kann.»

Die üblichen Verdächtigen

Gut wie auch Flatscher halten fest, dass die anspruchsvolle Raptor-Piste insbesondere den technisch starken Fahrerinnen entgegenkommt. «Der Berg ist sehr steil und hat viele Übergänge und Wellen. Man muss technisch stark Ski fahren, um hier mit den Besten mitzuhalten», so Flatscher.

Gut nennt gleich selbst einige Mitfavoritinnen auf den Titel: «Fahrerinnen wie Anna Fenninger, Tina Weirather, die Amerikanerinnen oder auch Fabienne Suter können hier schnell sein.» Auch mit Tina Maze und Julia Mancuso müsse man an einer WM immer rechnen, so Gut weiter.

Vonn rechtzeitig in WM-Form

Nach den beiden Super-G-Siegen in Cortina und St. Moritz hofft das Heimpublikum insbesondere auf Lindsey Vonn. Die Amerikanerin konnte sich dadurch an die Spitze des Disziplinen-Weltcups setzen. Die österreichischen Augen werden neben Anna Fenninger auch auf Elisabeth Görgl gerichtet sein. Die routinierte 33-Jährige stand beim Super-G in Val d'Isère zuoberst auf dem Podest.

Der Kreis der Medaillenanwärterinnen ist also gross und die Ausgangslage offen. Sollte Lara Gut ihr ganzes Potential abrufen und einen optimalen Lauf ins Ziel bringen, so stehen die Chancen auf eine weitere WM-Medaille für die Tessinerin nicht schlecht.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie den WM-Super-G der Frauen in Vail/Beaver Creek am Dienstag ab 18:30 Uhr live auf SRF zwei oder im Stream auf www.srf.ch/sport.

2 Kommentare

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  • Kommentar von James Wright, Schaffhausen
    Lara ist zu leicht Ich weiss ja nicht wie der super-g gesteckt wird aber die abfahrt beinhaltet aufgrund der streckentopologie zwei (!) gleiterabschnitte - und die sind laras problem. lara gehört technisch zu den drei besten fahrerinnen jedoch fehlt ihr bei flachstücken schlicht die nötige masse um schnell zu sein.
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    1. Antwort von S.Perner, Schaffhausen
      Der untere Teil ist nicht mehr wirklich ein Gleitabschnitt, zudem hat Lara grosse Fortschritte gemacht im Gleiten. Entscheidend auf der "Raptor" sind die technischen Passagen. Wer die erwischt kann die 2,3 Zehntel aus dem oberen Teil locker wettmachen. MFG S.Perner
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