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Sotschi Das Podest in weiter Ferne

Nach den erfreulichen Ergebnissen in der ersten Olympia-Woche konnte das Schweizer Speed-Team im Super-G nicht an die guten Leistungen anknüpfen. Patrick Küng, Carlo Janka und Co. rangierten weit hinter dem überraschenden Podest.

Legende: Video Ski: Schweizer im Super-G geschlagen abspielen. Laufzeit 3:16 Minuten.
Aus sotschi aktuell vom 16.02.2014.

Um die Medaillen fuhren andere. Und das obwohl in dieser Saison im Super-G bei 2 von 4 Weltcup-Rennen ein Schweizer zuoberst auf dem Podest gestanden war (Patrick Küng in Beaver Creek und Didier Défago in Kitzbühel). Mit Rang 12 war Patrick Küng im olympischen Super-G der bestplatzierte Schweizer. Der Lauberhorn-Sieger war nach seinen Magen-Darm-Problemen jedoch noch nicht in Bestform: «Im zweiten Lauf hätte ich es besser gemacht, aber den gibt es im Super-G leider nicht», analysierte Küng nach dem Rennen.

Ärgerliches Ausscheiden von Défago

Didier Défago zeigte auf dem oberen Streckenabschnitt eine ansprechende Leistung. Der 36-Jährige war mit Bestzeit unterwegs, verlor dann aber nach einem groben Schnitzer viel Zeit und schied kurz vor dem Ziel aus. «Jeder Fehler zählt, heute habe ich ein bisschen zu viel Risiko genommen», sagte der Routinier. Défago reihte sich in eine Liste namhafter «Opfer» der schwierigen Piste ein: Christof Innerhofer, Erik Guay und Matthias Mayer schieden allesamt aus, Ted Ligety verpasste durch einen kapitalen Fehler die Medaillenränge.

Feuz: «Das Knie ein bisschen gespürt»

Überhaupt nicht in Fahrt kam Beat Feuz. Der Emmentaler ist weit von seiner Topform entfernt: «Heute hat viel gefehlt», gestand Feuz nach seiner Fahrt auf den 27. Rang. «Leider habe ich das Knie ein bisschen gespürt, für den nötigen Angriff hat es nicht gereicht.» Das straffe Olympia-Programm hinterliess Spuren beim 27-Jährigen: «Es war eine strenge Zeit, das hat sich heute bei mir bemerkbar gemacht.»

Keine Zuversicht bei Janka

Mit dem Nachteil der hohen Startnummer 28 ging Carlo Janka ins Rennen. Schon nach wenigen Sekunden schied der Obersaxer beinahe aus, schliesslich rettete er sich mit 1,87 Sekunden Rückstand ins Ziel. «Es war einfach schlecht, mehr gibt es nicht zu sagen», schätzte Janka danach seine Leistung ein. Und auch im Hinblick auf den Riesenslalom vom Mittwoch zeigte sich der 28-jährige Titelverteidiger pessimistisch: «Ich versuche ein gutes Rennen zu fahren, aber Medaillenchancen habe ich sicher keine.»

Jansrud: «Warum, weiss ich auch nicht»

Gold ging an Norwegen. Ein gut gelaunter Kjetil Jansrud wusste nach Bronze in der Abfahrt und seinem Triumph im Super-G gar nicht, wie ihm geschah: «Bislang habe ich an Olympia nur grüne Zeiten gesehen, warum weiss ich auch nicht. Aber es ist total cool.» Seine Lockerheit war sicher ein Grund für die 2 Medaillen. «Ich wollte nicht zu viel riskieren, sondern stabil und schnell fahren.» Das ist dem frischgebackenen Olympiasieger offensichtlich gut gelungen.

Jansrud reihte sich damit in die Tradition von Super-G-Olympiasiegern aus seiner Heimat ein. Kjetil-André Aamodt hatte bereits 2002 in Salt Lake City und 2006 in Turin gewonnen, Aksel Svindal doppelte 2010 in Vancouver nach.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Godi Lendi, Bad Ragaz
    Ja ich habe meinen Kommentar leider zu spät abgegeben! Die vielen Einsätze (Abfahrt, SuperKombi, Super-G) für Beat Feuz sind für mich unverständlich. Bereits bei der Abfahrt hat man gesehen dass er immer noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte (Knie) und Fähigkeiten ist. Warum wurde, zumindest in der Superkombi, nicht ein Ersatz eingesetzt, z.B. Silvan Zurbriggen oder einer dieser vielen Jungen die ja als "Jocker" mitgenommen wurden?
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Eben doch! Ich habe die Ergebnisse von Janka , Défago, Küng und Feuz stark kritisiert und erhielt die üblichen Erklärungen der Fans, es geht aufwärts, das sind alles perfekte Fahrer. Heute Morgen kam die Bestätigung von anderer Seite, der Cheftrainer Swiss Ski sprach von einer Riesenenttäuschung . Feuz Fahrt sei eine einzige Katastrophe gewesen etc. Ich frage mich schon, wenn alles doch so super und toll ist, warum deutet denn der Cheftrainer an es werde grosse Änderungen geben?
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    1. Antwort von W. E, H
      Änderung kann auch bedeuten, dass Trainingsmethoden geändert werden! Diesbezüglich hat sich ja schon einiges getan! Heisst ja deshalb nicht unbedingt personelle Veränderungen. Fakt ist, dass wir Athleten haben, die jetzt bis auf den gestrigen Super C in dieser Saison konstante gute Leistungen gezeigt haben & gegenüber letzter Saison riesige Fortschritte gemacht haben.
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  • Kommentar von Maxi602, Basel
    @Juha Stump: ja das habe ich auch gehört und gelesen, aber das war in der Vergangenheit schon oft der Fall, dass man in der Schweiz meinte, im Slalom tut sich was. Es sind aber schon Jahrzehnte her, wo man einigermassen mitgehalten hat (richtig gut resp. beständig bei den Männern war man ja in den 30 letzten nie gewesen.....) Aber wenn so wäre, dann nehmen wir es gerne hin, ob "jung und wild" oder "erfahren und beständig" spielt da nicht so eine grosse Rolle
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    1. Antwort von Daniele, Obergösgen
      Was den RS angeht bin ich Ihrer Meinung Maxi602,. Aber im Slalom, wird Luca Aerni hier noch einige Überraschen, Ich mag mich an sein ersten Weltcup Auftritt im Parallel-Slalom letzte Saison in Moskau erinnern, wie Er da unbekümmert aufgetreten ist, Er ist wenn überhaupt mein Persönlicher Medaillen Hoffnung im Alpine Swiss Ski Team.
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