Derungs: Der kurze Weg nach Sotschi

Nur ein Jahr nach ihrem FIS-Debüt hat sich die Snowboarderin Isabel Derungs an der Weltspitze etabliert. An der Premiere der Slopestyler in Sotschi zählt die Zürcherin unverhofft zu den Medaillenkandidatinnen.

Isabel Derungs während ihrem Run an den Burton European Open. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Starke Form In Laax realisierte Derungs zweieinhalb Wochen vor Olympia den wertvollsten Sieg ihrer Karriere. EQ Images

Mitte Dezember hat sich Isabel Derungs in einem erstklassigen Teilnehmerfeld in Copper Mountain (USA) mit einem 2. Rang das Olympia-Ticket gesichert. Einen Monat später bestätigte die 26-Jährige ihre starke Form in Laax, wo sie erstmals einen Slopestyle-Contest auf höchstem World-Snowboard-Tour-Niveau gewinnen konnte.

Isabel Derungs strahlt nach ihrem Sieg in Copper Mountain. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Isabel Derungs freut sich über ihren 2. Rang in Copper Mountain (USA). EQ Images

Ungewöhnliche Karriere

Dass die ehemalige NLA-Fussballerin in Sotschi dank diesen Top-Platzierungen zu den erweiterten Medaillenkandidatinnen gehört, ist somit keine Überraschung. Erstaunlich ist jedoch, dass Derungs nur ein Jahr nach ihrer FIS-Weltcup-Premiere bereits zu den Top-Riderinnen aufgeschlossen ist.

Auf dem Snowboard stand die Zürcherin zwar schon in jungen Jahren. Wettkampfmässig betreibt sie den Sport allerdings erst seit 2011, als der Swiss-Snowboard-Verband auf die Quereinsteigerin aufmerksam wurde und sie gezielt zu fördern begann.

Riskanter Sprung als möglicher Trumpf

Derungs fehlt es im Vergleich mit der Weltspitze zwar noch an Erfahrung. Dank einer bisher optimalen Saison und ihren technischen Qualitäten dürfte die Slopestylerin in Sotschi dennoch um die Medaillen mitreden können. Mit ihrem Paradesprung, dem riskanten «Backside Rodeo», könnte ihr im «Rosa Khutor Extreme Park» durchaus der grosse Coup gelingen.

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Olympia als Saison-Höhepunkt für die Slopestyler

2:48 min, aus sportaktuell vom 4.2.2014