Owetschkin und Co. sollen Schmach von Vancouver tilgen

Auf ein konkretes Medaillenziel will sich die stolze Sportnation Russland bei den Spielen von Sotschi nicht festlegen. Doch klar ist: Vor heimischem Publikum soll das blamable Abschneiden von Vancouver vergessen gemacht werden - vor allem durch die Eishockeyaner.

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Bildlegende: Russischer Fackel- und Hoffnungsträger Alexander Owetschkin trägt die Flamme aus Olympia - er soll die «Sbornaja» zu Gold führen. Reuters

Dreimal Gold, und nur 15 Medaillen insgesamt - das Abschneiden der russischen Olympia-Delegation in Vancouver 2010 blieb weit hinter den Ansprüchen zurück. Im Medaillenspiegel belegte die Sportnation damit nur Rang 11, hinter den Niederlanden und China.

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Kanada demontiert Russland im Viertelfinal-Knüller

3:15 min, aus vancouver news vom 25.2.2010

Die «Sbornaja» unter Druck

Die bitterste Pleite setzte es für die Russen ausgerechnet im Eishockey ab. Die «Sbornaja» unterlag dem späteren Olympiasieger Kanada im Viertelfinal mit 3:7.

Entsprechend lasten in Sotschi hohe Erwartungen auf dem Eishockeyteam. «Wir spüren Druck, allerdings schönen Druck», meinte Superstar Alexander Owetschkin. Der Stürmer der Washington Capitals soll sein Team vor heimischem Publikum zu Olympia-Gold führen.

Keine konkrete Vorgabe

Eine konkrete Medaillenvorgabe wollten die Funktionäre für Sotschi nicht nennen. «Unsere Athleten werden in elf Sportarten um olympische Medaillen kämpfen», erklärte Alexander Schukow, Präsident des Russischen Olympischen Komitees.

233 Athletinnen und Athleten treten für Russland an. Viele von ihnen haben zugunsten des Saison-Höhepunkts einige Weltcup-Bewerbe ausgelassen. Ob sich das gelohnt hat, wird sich in den kommenden Tagen weisen.

Die besten Chancen auf Gold haben neben dem Eishockeyteam etwa der Bobpilot Alexander Subkow, der Langläufer Alexander Legkow, die Eiskunstläufer Maxim Trankow und Tatjana Wolososchar oder die Biathletin Olga Saizewa.