Matrjoschkas, das beliebte Souvenir

In unserer Sotschi-Serie «Riesenreich Russland» stellen wir Ihnen Besonderheiten aus dem grössten Land der Erde vor. Heute: die Matrjoschkas.

Als in den 1980er Jahren in der damaligen Sowjetunion ineinander verschachtelbare, spöttische Holzpuppen mit den Gesichtern von Stalin bis Gorbatschow auftauchten, konnte das sich anbahnende politische Tauwetter erahnt werden.

Heute gehören die «Matrjoschkas» (fälschlicherweise auch «Babuschkas» genannt) zu den beliebtesten Souvenirs aus Russland. Während mit Politiker-Gesichtern Kritik an der herrschenden Klasse geübt wird, stammen die traditionellen Motive aus der Volkskunst. Häufig wird ein Bauernmädchen dargestellt, teilweise sind es auch Figuren aus der reichhaltigen russischen Märchenwelt.

Auch Obama erhält eine «Matrjoschka»

0:15 min, vom 3.1.2014

Erst 125 Jahre alt

Das älteste bekannte Matrjoschka-Set stammt aus dem Jahr 1890. Der Volksmaler Sergej Maljutin und der Drechsler Wassili Swjosdotschkin sollen durch eine japanische Puppe inspiriert worden sein, wobei das Prinzip der Verschachtelung in der russischen Kunst nicht neu war. Mit dem Gewinn einer Bronzemedaille an der Pariser Weltausstellung 1900 trat die Matrjoschka ihren Siegeszug an.