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Sotschi Spionage auf dem Sprungturm?

Grosse Aufregung bei den Skispringern: Ein österreichischer Funktionär spionierte am letzten Sonntag während dem Springen auf der Normalschanze am Absprungbalken. Im Schweizer Team ist man nicht begeistert.

Legende: Video Interview mit Martin Künzle (sotschi direkt, 14.02.2014) abspielen. Laufzeit 01:36 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.02.2014.

Vor vier Jahren verblüffte Simon Ammann die Konkurrenz in Vancouver mit seinem schrägen Bindungsstab und holte zweimal Gold. Zum Ärger der Österreicher, die nun in Sotschi offenbar entsprechende Massnahmen ergriffen.

Ein Funktionär fotografierte im 2. Durchgang des Springens auf der Normalschanze die Athleten auf dem Balken – an einem Ort, der für Aussenstehende eigentlich tabu ist. Der Funktionär schlich sich offenbar gemeinsam mit einem Therapeuten, der sich um den lädierten Thomas Morgenstern kümmert, auf den Sprungturm. Nur der Therapeut hatte dafür auch eine entsprechende Bewilligung.

Künzle protestiert

Im Schweizer Lager hatte man an diesem Vorgehen wenig Freude. Trainer Martin Künzle beschwerte sich an der Mannschaftssitzung: «Die Springer haben dort oben ihre heisse Phase. Jeder konzentriert sich, hat sein eigenes Ritual. Jede weitere Person dort ist störend, umso mehr eine mit einer Fotokamera. Der Sinn dahinter kann nur sein, die Gegner auszuspionieren. Wir werden sehen, was das für Konsequenzen hat», so Künzle.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Valentin Vieli, Wald
    Viele österreichische Funktionäre im Skiverband sind seit langem bekannt als schlechte Verlierer. Da musste Liz Görgel um 23.00 zur Dopingprobe antreten, ein völlig regulärer Vorgang. Und schon kamen am anderen Tag (Abfahrt der Damen) die Ausreden, man hätte dieVorbereitungen der Athletinnen gestört. Beim Skispringen ist Pointner seit Jahren ein schwarzes Tuch in der Trainergilde. Er schimpft, reklamiert, protestiert....von sportlichem Anstand keine Spur. Schaden für die tollen Sportler.
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  • Kommentar von M. Schenk, Aargau
    Da das Springen schon lange in Österreichischer Hand ist (Herr Hofer und Konsorten) und der Herr Axel Pointner immer noch neidisch ist auf die Medaillen von Siomon Amman an der letzten Olymoiade ist versucht dieser alles nur erdenklich mögliche, ein schlechte Verlierer diese Österreicher....Martin Künzel nehmen Sie das mit einem lächeln....
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    1. Antwort von Stefan B., Zürich
      Wer ist hier der schlechte Verlierer, weil Simon Ammann im Weltcup nicht mit den österreichischen Akteuren mithalten kann? Ausserdem ist die Formulierung "diese Österreicher..." unpassend und nicht angebracht. Denn wie viele Österreicher waren im Vergleich zur Bevölkerung in diese (natürlich unfaire) Aktion involviert? Richtig, nur ganz, ganz wenige!
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