Zum Inhalt springen

Header

Video
Zusammenfassung Tsitsipas - Thiem
Aus sportaktuell vom 17.11.2019.
abspielen
Inhalt

3-Satz-Sieg über Thiem Tsitsipas stürmt beim Finals-Debüt zum Triumph

  • Stefanos Tsitsipas ist mit 21 Jahren der jüngste Teilnehmer der ATP Finals 2019, und er steht am Ende ganz zuoberst.
  • Der Grieche dreht im Endspiel gegen Dominic Thiem (ATP 5) auf und reüssiert mit 6:7 (6:8), 6:2, 7:6 (7:4).
  • Damit setzt er in London seinem Debüt die Krone auf und beschliesst die Saison mit seinem 3. Titel.

Stefanos Tsitsipas stürmte beim Saisonend-Turnier auf den Gipfel. Auf dem finalen Weg zu seinem erst vierten Karriere-Titel und der Nummer 3 in diesem Tennisjahr (nach Marseille und Estoril) glückte ihm sein vorläufiges Meisterstück.

Der 1,93 m grosse Grieche kam allerdings nicht geradlinig durch die Saison. Nach einer starken Frühform geriet er ins Strudeln, um dann nochmals einen überragenden Herbst einzuziehen. Erstmals überhaupt spielte er sich beim Rendezvous zum Saisonende in den exklusiven Zirkel der 8 Teilnehmer und beerbte nun den Deutschen Alexander Zverev.

Video
Pokalstemmen und Funkensprühen: Tsitsipas lässt sich feiern
Aus Sport-Clip vom 17.11.2019.
abspielen

Von intensiv zu einseitig

Tsitsipas gewann an der Themse im Duell der Weltranglisten-Nachbarn und zweier Premieren-Finalisten gegen Dominic Thiem nach 2:35 Stunden einen mitreissenden Match, der eigentlich keinen Verlierer verdient gehabt hätte. Und einen, der mehrere Geschichten schrieb – für jeden Satz eine.

  • Da ist zunächst der intensive Abnützungskampf, den Thiem im Tiebreak nach 65 Minuten mit 8:6 für sich entscheidet. Der Österreicher hat im Startsatz einen einzigen Punkt mehr auf dem Konto (45:44).
  • Umgang 2 ist geprägt von Einbahn-Tennis zugunsten Tsitsipas'. Sein Gegner gerät mit 0:4 in Rücklage, bucht in den ersten 4 Games gerade mal 2 Punkte. In 33 Minuten rauscht der Satz am 26-Jährigen vorbei.

Wider die Statistik

Und in der Folge schien Thiem alle Vorteile auf seiner Seite zu haben. Nicht des Momentums wegen – aber gemäss Papierform.

Die Weltnummer 5 hatte im Verlauf der Saison in 17 Fällen 15 Mal den entscheidenden Satz an sich gerissen. Mit einer Traumquote von 88 Prozent ist er in dieser Rubrik im 2019 der Spitzenreiter. Tsitsipas lag mit einer 50-Prozent-Ausbeute an 42. Stelle – bis zu seinem Coup in London. Denn der 21-Jährige strafte die Statistik Lügen und stoppte Thiems Unwiderstehlichkeit in entscheidenden Phasen.

Wie auf der Achterbahn

Der Grieche brachte zwar einen frühen Break-Vorsprung nicht über die Runden. Dafür zeigte er sich im zweiten Tiebreak der Partie von seiner abgebrühten Seite. Auch nach verspielter 4:1-Führung flatterten seine Nerven nicht.

Ein einfacher Returnfehler Thiems nach 2. Aufschlag liess den Federer-Bezwinger im Halbfinal in Jubelstürme ausbrechen. Er warf den Schläger zu Boden und kniete hinter der Grundlinie nieder. «Es war eine Achterbahnfahrt», sagte der Shootingstar hinterher.

Sendebezug: SRF info/zwei, sportlive, 17.11.2019 19:00 Uhr

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Raphael Strauss  (Strauss Raphael)
    Thiem tut mir leid, verschlägt im entscheidenden Moment ganz am Schluss dreimal eine Vorhand. Das tut weh!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Fantastischer Match, Gratulation und Chapeau an Beide denn das war Tennis vom Feinsten!
    Tsitsipas war ein "Müh" effizienter und hat den Sieg verdient! Aber gestern sahen wir die "kommende Wacht Ablösung im ATP Welttennis"!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Markus Schäfer  (Fledermaus)
      Absolut einverstanden. Ein faires, spannendes und erfrischendes Match der beiden Youngsters. Und keiner sagte grössenwahnsinnig von sich "ich habe unglaublich gespielt!" (I played Incredible). Auch schäumte keiner vor Wut bei eigenem Punkterückstand.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniel Häberlin  (Svensk)
    Ich gratuliere Stefanos Tsitsipas herzlich zum ersten grossen Titel in seiner Karriere! Damit ist er der jüngste Gewinner der ATP Finals seit Lleyton Hewitt 2001 (wobei man das allerdings schon letztes Jahr von Zverev sagen konnte). Klar, den Olymp kann man nicht an einem einzigen Tag erklimmen, aber den ersten Schritt dazu hat er heute getan. Möge er seinen Weg fortsetzen und in naher Zukunft auch an den grössten Turnieren den Durchbruch schaffen. Alles Gute und weiterhin viel Erfolg, Stefanos!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen