Ein Schweizer Final in Cincinnati rückt näher

Durch das frühe Out von Novak Djokovic sind in Cincinnati zwei Schweizer in die Pole Position auf den Titelgewinn gerückt: Roger Federer und Stan Wawrinka. Dem Baselbieter steht dabei das schwierigere Programm bevor.

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Wawrinka besiegt Cilic

3:07 min, aus sportaktuell vom 14.8.2014

Am Freitag um 17:00 Uhr Schweizer Zeit misst sich Stan Wawrinka im Cincinnati-Viertelfinal mit dem Franzosen Julien Benneteau (ATP 41), gegen den er im Head-to-Head mit 1:2 hinten liegt. In der Night Session trifft dann Roger Federer zum 22. Mal auf Andy Murray (ATP 9). Gegen den Schotten könnte der 33-Jährige mit seinem 302. Sieg auf ATP-1000-Stufe zum 11:11 ausgleichen (Spielbeginn ist am Samstag um 01:00 Uhr MESZ).

Spanier statt Djokovic für Wawrinka

Nach den Niederlagen von Novak Djokovic (ATP 1) und Tomas Berdych (ATP 5) sowie dem Verzicht von Rafael Nadal (ATP 2) sind die beiden Schweizer die einzigen verbliebenen Top-5-Spieler im Turnier. Es ist also durchaus erlaubt, vom zweiten Schweizer Endspiel auf ATP-1000-Stufe nach dem Monte-Carlo-Final im April zu träumen.

Vor allem für Wawrinka (ATP 4) ist die Ausgangslage günstig. Nach dem Achtelfinal-Out von Djokovic würde der Romand im Halbfinal nicht auf den Weltranglisten-Ersten aus Serbien, sondern auf einen Spanier treffen: Entweder auf David Ferrer (ATP 6) oder Tommy Robredo (ATP 20).

Wieviel Benzin ist im Federer-Tank?

Heikler präsentiert sich der Weg in den Final für Federer. Nach Murray, der im Achtelfinal gegen John Isner (USA) zwei Matchbälle abwehren musste, dürfte er auf den Kanadier Milos Raonic (ATP 7) treffen.

Die Frage ist allerdings, wieviel Benzin Federer noch im Tank hat. Der Toronto-Finalist hat in den letzten 8 Tagen 6 Matches bestritten. Viermal musste er dabei über die volle Distanz gehen, insgesamt stand er knapp 11 Stunden auf dem Court (109 Minuten pro Spiel).

Verständlich, dass der Baselbieter gegen Monfils oft den Weg ans Netz suchte, um die Punkte zu verkürzen. Gegen Grundlinien-Spezialist Murray «drohen» indes lange Ballwechsel, die mit viel Laufarbeit verbunden sind. «Ich habe zuletzt viel Tennis gespielt», sagt Federer. «Ich schaue von Tag zu Tag.» Gegen einige zusätzliche Tage in Ohio hätte er nichts einzuwenden.

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 14.8.14, 22:20 Uhr

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Federer schlägt Monfils

2:26 min, vom 15.8.2014