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ATP-Tour Es kommt zum Showdown: Djokovic folgt Murray in den Final

Novak Djokovic hat im Halbfinal der ATP Finals nichts anbrennen lassen und Kei Nishikori diskussionslos bezwungen. Im Final vom Sonntag kommt es damit zum ultimativen Showdown gegen Andy Murray um die Weltnummer 1.

Klarer hätte der Halbfinal zwischen Djokovic und Nishikori kaum verlaufen können. Der Serbe zeigte seine bisher beste Leistung des Turniers und kam in nur 66 Minuten zu einem klaren 6:1, 6:1-Sieg.

Direkter Kampf um die Weltnummer 1

Nishikori konnte einem fast schon leid tun. Nach 17 Minuten lag der 26-Jährige gegen einen äusserst druckvoll aufspielenden Djokovic bereits 0:4 in Rücklage. Sein erstes und einziges Servicegame brachte Nishikori erst Mitte des 2. Satzes durch, als er bereits wieder mit Doppelbreak zurücklag. Für die Weltnummer 2 war es der 10. Sieg in Folge gegen den Japaner.

Das wird eines der grössten Spiele, das wir je gegeneinander gespielt haben.
Autor: Novak Djokovicüber den Final gegen Murray
Legende: Video Djokovic: «Lasst es uns geniessen» abspielen. Laufzeit 3:00 Minuten.
Vom 19.11.2016.

Damit hat Djokovic am Sonntag die Chance, die Finals zum insgesamt 6. Mal zu gewinnen und mit Rekordsieger Roger Federer gleichzuziehen. Aber nicht nur das. Erstmals in der Geschichte der ATP Finals kommt es im Endspiel zum direkten Duell um die Weltnummer 1. Gewinnt Djokovic, besteigt er wieder den Tennisthron. Siegt Murray, behält er die Krone.

«Es ist ein Privileg, ein Stück der Geschichte zu sein. Ich kenne Andy schon so lange. Aber das Spiel am Sonntag wird wohl eines der grössten, das wir je gegeneinander gespielt haben», blickte Djokovic im Platzinterview auf das Endspiel voraus.

Murray gewinnt Marathon-Match gegen Raonic

Viel wird davon abhängen, wie gut Murray sich von den Strapazen im Halbfinal erholt hat. Der Schotte hatte sich am Nachmittag gegen Milos Raonic einen Rekord-Abnützungskampf geliefert und schaffte den erstmaligen Einzug in den Final in extremis. Dabei stand er mehr als dreimal länger auf dem Platz als Djokovic.

«Natürlich bin ich müde und kaputt. In den letzten Monaten spielte ich extrem viel Tennis. Aber es bleibt mir nichts anderes übrig, als am Sonntag nochmals alles zu versuchen und zu geben», erklärte Murray im Hinblick auf das Endspiel.

Legende: Video Murray: «Es war ein unglaublicher Kampf» abspielen. Laufzeit 2:28 Minuten.
Vom 19.11.2016.

Dramatische Entscheidung im Tiebreak

In einem durchgängig ausgeglichenen Match auf höchstem Niveau spitzte sich die Dramatik im Entscheidungssatz zu. Murray holte sich die Breaks zum 5:4 sowie zum 6:5, brachte aber in der Folge jeweils seinen Aufschlag zum Matchgewinn nicht durch.

Im abschliessenden Tiebreak vergab die schottische Weltnummer 1 dann 3 Matchbälle, wehrte einen von Raonic ab und verwandelte schliesslich nach 3:38 Stunden den 4. Matchball. Noch nie hat am Saisonend-Turnier eine Partie länger gedauert.

Nur die Weltranglisten-Spitze ist noch offen

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.11.2016, 15:00 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Ich habe nur kurz reingeschaut, aber ich frage mich schon, was sich ein bestimmter Rückkehrer überlegt, wenn er 2016 sozusagen nicht gespielt hat und gegen diese Topathleten antreten möchte.
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    1. Antwort von Stefan Gruber (steber)
      Wenn ich Sie zu interpretieren versuche, bedeutet Ihr Kommentar, dass man nur einer Berechtigung zum professionellen Tennis hat, wenn man in den Top 8 oder gar Top 4 mitspielen kann. Wozu dann die ellenlange ATP Liste? Naja. Die grossen RF Jahre sind sicher Geschichte. Eine imposante Geschichte! Jetzt hängt er noch einige Monate/Jahre Kür an. Und das ist seine Sache. Wie auch der Moment eines Rücktritts. Ich werde ihn mal freudig, mal traurig weiterverfolgen - je nach Spiel.
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  • Kommentar von Jonas Ammann (jonas.ammann)
    Murray war sichtlich aufgewühlt. Es geht schliesslich darum, noch eine Weile die Nummer 1 in der Weltrangliste zu bleiben. Falls es zu einem Finalspiel Djokovic gegen Murray kommen sollte, wird Djokovic ganz bestimmt lockerer aufspielen und somit einen (kleinen) Vorteil haben.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Ein energiegeladenes Klassespiel. Die Nervosität am Schluss machte die Entscheidung am Ende noch sehr spannend. Für Murray ging es schliesslich um die Nr.1 Position.
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