Federer: «Es wird gefeiert, aber auch gepackt»

Roger Federer hat sich in der Mojave-Wüste zum ältesten Champion eines grossen ATP-Turniers in der Profi-Ära gemacht. Welches sind die Gründe für seine Stärke? «Das Selbstvertrauen und eine jüngste Niederlage», antwortet er.

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Federer: «In Miami kann man ja auch gut Party machen»

3:36 min, vom 20.3.2017

Roger Federer weitete nach langer Verletzungspause seinen Traumeinstand in die Saison aus. Nach dem 18. Grand-Slam-Erfolg in Melbourne holte er sich gegen Stan Wawrinka auch den Sieg beim zweiten Tennis-Highlight in dieser Saison. Damit ist er seinem Fahrplan weit voraus. «Denn ursprünglich war das Ziel, nach Wimbledon wieder in die Top 8 zurückzukehren.»

Obwohl der 35-Jährige sein Glück kaum fassen konnte, versuchte er nach dem durchschlagenden Erfolg in Indian Wells das Erreichte einzuordnen. Roger Federer über....

  • seine wiedererlangte Stärke:
    «Das ist das Verdienst dafür, dass ich im November und Dezember wirklich hart trainiert habe. Auch liess ich in dieser Phase den Kopf nie hängen.»
  • die Australian-Open als neue Inspiration:
    «Das ist klar, ich nahm ganz viel Selbstvertrauen aus Down under mit.»
  • die unerwartete Achtelfinal-Niederlage in Dubai:
    «Im Nachhinein ist das wohl das Beste, was mir passieren konnte. Denn ich realisierte dort, dass es nicht geht, mit unzureichender Energie zu spielen. Ich benötigte mehr Erholungszeit.»
«  Ich konnte die gleiche Taktik wie in Melbourne anwenden: Viel Risiko und viel Zug im Spiel nach vorn. »
  • das Erfolgsrezept gegen Stan Wawrinka:
    «Wir haben einen super Final bestritten. Ich konnte ihn wie gewünscht unter Druck setzen. Vielleicht agierte ich einen Tick offensiver. Und es war wichtig, dass ich nicht zu oft über den 2. Aufschlag musste.»
  • die Eigenart der Spielweise in der Wüste:
    «Hier ist die Luft dünn. Also muss man den Ball früh nehmen und darf nicht zögern. Eigentlich konnte ich die gleiche Taktik wie in Melbourne anwenden: Viel Risiko und viel Zug im Spiel nach vorn.»
  • seine nächste Mission in Miami:
    «Klar wird jetzt hier noch etwas gefeiert. Dann müssen wir aber auch schnell packen, und das ist der weniger lustigere Teil. Früh am Morgen werden wir nach Miami fliegen – und das ist ja eine Stadt, um gut Party machen zu können (lacht).»
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Wawrinka: «Roger liess mir fast keine Zeit»

2:29 min, vom 20.3.2017

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.03.2017, 22:50 Uhr