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ATP-Tour Federer-Gegner Nishikori spuckt grosse Töne

Roger Federer trifft im zweiten Gruppenspiel an den ATP World Tour Finals mit Kei Nishikori auf den Aufsteiger der Tennis-Saison. Der Japaner (ATP 5) zeigt sich bei seiner ersten Teilnahme in London selbstbewusst und mutig.

Kei Nishikori hebt die geballte Faust in die Höhe
Legende: Selbstbewusst Kei Nishikori ist der Aufsteiger der Saison. EQ Images

Nishikoris Höhenflug scheint nicht enden zu wollen. Der überzeugende Startsieg gegen Andy Murray in London war bereits der 18. Erfolg in den letzten 21 Matches.

Auch nach der historischen erstmaligen Qualifikation eines Asiaten für das Turnier der besten 8 Tennisspieler ist Nishikori nicht ins Zaudern gekommen. Er sei stolz auf seine Rolle und keineswegs überwältigt von der Erwartungshaltung eines ganzen Erdteils, gab er zu Protokoll.

Nishikori spricht vom Turniersieg

Vor dem Saisonfinal schlug Nishikori gar forsche Töne an: «Ich will das ganze Ding gewinnen, aber es wird ein hartes Turnier. Wenn ich während fünf Spielen gutes Tennis spielen kann, habe ich eine Chance.» Er müsse lediglich an sich glauben, so der 24-Jährige.

Auch seine Ziele für 2015 sind hoch gesteckt: «Ich will dauerhaft in den Top 5 sein und vielleicht Position 3 oder 2 erreichen. Ich hoffe, dass ich wieder in einen Grand-Slam-Final einziehen und ein Masters-1000-Turnier gewinnen kann.» Mit den Finalteilnahmen in Madrid und vor allem an den US Open, als er im Halbfinal Novak Djokovic schlug, avancierte er zum Aufsteiger dieses Jahres. Erst im Mai 2014 schaffte er den Sprung in die Top 10.

Federer erwartet viel Laufarbeit

Angst vor grossen Namen kennt Nishikori nicht. Die Bilanz gegen Roger Federer ist ausgeglichen (2:2). Der Japaner gewann das bisher einzige Duell auf Sand (2013 in Madrid), Federer den bisher einzigen Match auf Rasen (2014 in Halle). Auf Hartplatz haben beide Spieler je einmal triumphiert. Federer 2011 in Basel, Nishikori 2013 in Miami.

Der 6-fache Champion des Saisonfinals zollt seinem Gegner denn auch Respekt. «Kei ist ein bemerkenswerter Return-Spieler, der Belag hier scheint ohnehin langsamer als in Paris-Bercy», sagt Federer vor seinem 2. Gruppenspiel. Er stellt sich auf längere Ballwechsel ein als in seinem Startmatch gegen Milos Raonic. «Er nimmt die Bälle sehr, sehr früh. Seine Rückhand longline ist vorzüglich. Ich werde sicherlich viel laufen müssen», prophezeit der 33-Jährige. Gegen Nishikori werde sich alles an der Grundlinie entscheiden.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.11.14 21:00 Uhr

Resultate World Tour Finals

Gruppe B:

Roger Federer (Sz/2) s. Milos Raonic (Ka/7) 6:1, 7:6 (7:0). Kei Nishikori (Jap/4) s. Andy Murray (Gb/5) 6:4, 6:4.

Rangliste: 1. Federer und Nishikori, je 1 Spiel/1 Sieg (2:0 Sätze). 3. Raonic und Murray, je 1/0 (0:2).

Legende: Video Zusammenfassung Federer - Raonic abspielen. Laufzeit 02:26 Minuten.
Aus sportlive vom 09.11.2014.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Die Partie zwischen Roger Federer und Kei Nishikori zeigen wir Ihnen am Dienstag ab 15:00 Uhr auf SRF zwei live. Um 20:00 Uhr folgt eine Teilaufzeichnung.

6 Kommentare

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  • Kommentar von tm, zh
    Ein richtig richtig schlechter titel für diese Person und was er gemeint hat. Nishikori ist ein sehr höflicher spieler. Und er hat definitiv recht damit, wenn er diese paar Tage sein enstes Tennis spielt, hat er guet Chancen au einen Turniersieg. Aber alle dieser 8 besten der welt ist es gleich. Spielt einer von denen sein bestes Tennis, hat jeder Chancen auf den Titel. Ich finde diesen Artikel nur schlecht. Das so arrogant rüber zu bringen.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Der grosse Laferi soll doch zuerst mal liferä, bevor er weitere selbstherrliche Töne spukt. Ich gönne jedenfalls dem bescheidenen, sympathischen Roger Federer einen Turniersieg, nicht aber dem Plagöri aus Japan.
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    1. Antwort von Amateur, Aarau
      Die Schlagzeile ist sehr unpassend und sollte Sie nicht zu voreiligen Kommentaren verführen. Roger Federer selbst schätzt Nishikori sehr, einerseits wegen seines grossen Talents, das er früh erkannt hat, und andererseits wegen seiner Persönlichkeit (er sei immer nett und höflich, hat er kürzlich gesagt). Dass Nishikori an Selbstvertrauen gewonnen hat, ist doch kein Wunder; er spielt ausgezeichnet! Ich hoffe natürlich, dass Roger gewinnt, aber Nishikori kann jedem gefährlich werden.
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  • Kommentar von JoJo, SO
    das sind meines erachtens keine "grossen töne". jeder der da ist will selbstverständlich das turnier gewinnen. sonst müsste man ja gar nicht antreten. der wille zum sieg versteht sich für diese sportler von selbst.
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    1. Antwort von Robert Anton, Zuchwil
      Da liegst du absolut richtig JoJo. Die Schlagzeile ist eher auf Blick-Niveau.
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    2. Antwort von Roger Meier, Winterthur
      Sehe ich genauso. Nervt mich nicht nur hier sondern des öftern, wenn in Titeln so überspitzt und dramatisiert wird. Das wird dem Sport nicht gerecht. Aber bei lesern wie Marlen Zelgler scheints die gewünschte Wirkung zu erzielen..
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