Federer: «Novak suchte den Sieg etwas mehr»

Trotz des knapp verpassten 7. Triumphs an den ATP World Tour Finals zeigte sich Roger Federer als fairer Verlierer. Er lobte seinen Final-Bezwinger Novak Djokovic. Gleichzeitig trauerte der Schweizer seinen verpassten Chancen nach.

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Tennis: Federer zum Final gegen Djokovic

1:19 min, vom 13.11.2012

Wenige Punkte würden den Final entscheiden, hatte Novak Djokovic schon vor dem London-Endspiel gegen Roger Federer gesagt. Und die serbische Weltnummer 1 sollte Recht behalten. Die hochklassige Partie am späten Montagabend stand mehrfach auf Messers Schneide - und hätte durchaus auch zu Gunsten des Schweizers ausgehen können.

Verlust des Tiebreaks war «bitter»

«Ich habe in beiden Sätzen gut begonnen, konnte aber jeweils den Break-Vorsprung nicht halten», ärgerte sich Federer an der Medienkonferenz nach der 2. Niederlage in seinem 8. Masters-Final. Der Verlust des Tiebreaks im Startsatz sei zusätzlich «bitter» gewesen. «Novak ist stark, wenn er einmal vorne liegt», so der 31-jährige Baselbieter.

Roger Federer mit Handtuch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Roger Federer sah im Final viele Wendepunkte. reuters

Obschon die Krönung am Ende ausblieb, sprach Federer von einem «grossen Match» und hielt sich mit Lob für Djokovic nicht zurück. «Er hat zum Schluss besser gespielt als ich, und er suchte den Sieg wohl auch etwas mehr», anerkannte der Schweizer. Was den Serben von den anderen Top-Spielern unterscheide? «Selbst wenn er in der Verteidigung ist, bleibt er offensiv. Das macht er besser als alle anderen.»

Zahlreiche Wendepunkte

Federer wollte sich nicht auf einen einzelnen Knackpunkt in der Partie festlegen. «Es gab zu viele Wendepunkte, um einen herauszupicken», hielt der 17-fache Grand-Slam-Champion fest. Und trotz der ersten Enttäuschung strich die Weltnummer 2 das Positive heraus: «Wir haben den Zuschauern ein Spektakel geboten. Es war ein gutes Turnier für mich und eine super Saison.»