Federer verliert Basel-Final gegen Del Potro

Roger Federer muss weiter auf seinen 6. Sieg an den Swiss Indoors warten. Trotz starkem Auftritt verlor der Schweizer den Final seines Heimturniers wie im Vorjahr gegen Juan Martin Del Potro. 6:7, 6:2, 4:6 musste sich Federer geschlagen geben.

Viel kann sich Federer nach der Niederlage gegen einen der formstärksten Spieler auf der Tour nicht vorwerfen. Er trat vor seinem Heimpublikum von Beginn weg sicher auf, glänzte über die gesamte Spieldauer mit aggressivem Service, platzierten Schlägen in die Ecken und mit Stoppbällen, mit denen er Juan Martin Del Potro zu ermüden versuchte.

Federers Pech im Tiebreak

Letztlich machten einige wenige «Big Points» den Unterschied zwischen den Nummern 5 (Del Potro) und 6 der Welt aus: Im Tiebreak des 1. Satzes sprang der Ball zweimal von der Netzkante auf Federers Platzseite, worauf Del Potro die Kurzentscheidung mit 7:3 gewann.

Im Entscheidungssatz erstritt sich Del Potro gleich zu Beginn einen Breakball mit einer «Challenge», worauf Federer für wenige Sekunden die Konzentration zu verlieren schien und Del Potro vorlegen konnte. Zwei Chancen zum unmittelbaren Rebreak konnte Federer nicht nutzen. Bis zuletzt rannte der Schweizer dem Rückstand vergeblich nach.

Starker Federer im 2. Satz

Dazwischen hatte Federer zur Begeisterung des Publikums hervorragendes Tennis gezeigt und Del Potros Schwächen – fehlende Spritzigkeit, Berechenbarkeit – ausgenutzt. Den 2. Satz gewann der Baselbieter nach einem frühen Break souverän.

Letztlich musste er sich aber nach 2:20 Stunden dem Powerspiel des 25-jährigen Argentiniers beugen. Es war Federers 5. Niederlage im 18. Spiel gegen Del Potro, die 3. in Folge nach dem verlorenen Basel-Final 2012 und einem Gruppenspiel an den ATP Finals des letzten Jahres.

Federer bei Finalisten-Ehrung zu Tränen gerührt

3:05 min, vom 27.10.2013

Federer: «Gute Woche»

Bei der Ehrung Federers für den Finalverlierer war der Schweizer den Tränen nahe. Er verpasste es aber nicht, seinem Bezwinger zu gratulieren. «Juan Martin hat es verdient. Er hat es souverän runtergespielt.» Trotz der Final-Niederlage sei es eine gute Woche für ihn gewesen. «Ich verbesserte mich laufend, zuletzt war es wirklich nicht übel», meinte Federer.