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«Die Gerüchteküche hatte bereits gebrodelt»
Aus Sport-Clip vom 28.12.2020.
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Günthardt schätzt die Lage ein «Das grosse Fragezeichen ist Federers Athletik»

Wird Roger Federer nach seiner langen Verletzungspause wieder auf Weltklasse-Niveau kommen? Wir haben bei SRF-Experte Heinz Günthardt nachgefragt.

Die Nachricht, dass Roger Federer sein Comeback nach hinten schieben muss, kam für Heinz Günthardt wenig überraschend. «Die Gerüchteküche hatte schon zuvor gebrodelt. Es hiess, Roger versuche zwar zu trainieren, aber nicht in dem Umfang, wie er eigentlich möchte.»

«Best of Five» nicht ideal

Ein weiteres Indiz für die fehlende Form sei das Fehlen eines Sparringpartners. Federer reiste zwar nach Dubai, verzichtete dort aber zunächst auf die Hilfe eines Trainingspartners. «Dass er auf Australien verzichtet, kommt für mich deshalb nicht überraschend», sagt Günthardt.

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Kein «Happy Slam»: Federer startet verspätet in die Saison
Aus Sport-Clip vom 28.12.2020.
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Kommt hinzu, dass in Melbourne über drei Gewinnsätze gespielt wird. «Wenn ich nicht bei 100 Prozent bin, möchte ich nicht über ‹Best of Five› testen, ob mein Körper mitmacht», erklärt Günthardt.

Solange Roger glaubt, dass er Titel gewinnen kann, wird er Lust haben, weiterzumachen.
Autor: Heinz GünthardtSRF-Experte

Der SRF-Experte mutmasst, dass Federer sein Comeback in Indian Wells geben könnte. Die Gründe dafür sind mannigfaltig: «Roger hat dort immer sehr gut gespielt. Es ist zudem warm und trocken, die Bedingungen sind normalerweise schnell. Das kommt ihm entgegen.»

Die Athletik als grosses Fragezeichen

Ob Federer wieder an seine alte Form wird anknüpfen können, steht in den Sternen. Die Freude am Sport dürfte er aber trotz langer Zwangspause behalten haben.

«Solange Roger glaubt, dass er Titel gewinnen kann, wird er Lust haben, weiterzumachen», so Günthardt. «Das grosse Fragezeichen ist aber seine Athletik: Kann er in seinem Alter noch einmal dorthin kommen, um mit den Allerbesten mitzuhalten? Das wird nicht einfach werden. Je älter man wird, desto schwieriger wird es. Vor allem was die Schnelligkeit betrifft.»

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«Es ist schwierig, die Schnelligkeit zu behalten»
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SRF 3, Morgenbulletin, 28.12.2020, 6:31 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Roger Federer hat sehr grosse Verdienste durch seine einmalige Tenniskarriere. Ob er nach Wimbledon weitermachen will, wird er sicher weise entscheiden. Der wichtigste Gradmesser ist er selber, wenn er sagt: "Solange ich Lust habe, spiele ich Tennis". Darauf möge er hören. Wenn es bei Federer einen Schwachpunkt gibt, so diesen, dass er es allen recht zu machen versucht. Dies kann ihm - je nach dem - am meisten Mühe machen. Es ist gut, wenn wir als Zuschauer ihm die volle Freiheit gewähren.
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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Roger Federer ist trotz seiner Berühmtheit und seines Wohlstands immer noch ein sehr netter Mensch. Das weiß ich aus erster Hand. Das ist bewundernswert und zeigt Charakter.
    Alles andere steht ja in dem sehr objektiven Artikel.
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  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    Ich rate Roger an zurückzutreten er kann nur verlieren siehe Simmi.
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    1. Antwort von jean-claude albert heusser  (jeani)
      Mac Stadler, es ist schwierig Sportler zu vergleichen weil Jeder ein Unikat ist und gerade Roger kennt seinen Körper selber wie kein Anderer und weiss genau was es braucht um 100% Leistung zu bringen und wenn er sagt er sei noch nicht top fit ist das sehr glaubwürdig und zu akzeptieren!
      Hoffe wir kommen noch einmal in den Genuss von seinem Magistralen Tennis und wünschen ihm alles Gute das es klappt!
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