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Hier debütierte er 2003 Wawrinkas Gstaad-Dernière: Die endgültige Versöhnung?

Stan Wawrinka kehrt dorthin zurück, wo alles begann. Doch erfolgreich war er in Gstaad nur höchst selten.

Für Stan Wawrinka kommt es im Jahr der Abschiede zum nächsten «Adieu». Ein letztes Mal schlägt er in Gstaad auf. Hier wird der 41-Jährige noch einmal richtig gefeiert. Am Sonntag steuerte Sänger Bastian Baker ein kleines Konzert bei. «Ich bin sehr glücklich, dass ich die Chance habe, noch ein letztes Mal spielen zu dürfen», freut sich Wawrinka.

In Gstaad feierte er 2003 seine Premiere auf der ATP-Tour, zog zwei Jahre später in seinen ersten Final auf höchster Stufe ein (den er gegen Gaston Gaudio verlor). Doch ansonsten hatte Wawrinka nie etwas mit dem Einzel-Titel zu tun, seine Bilanz ist mit 10:13 negativ. Gleichzeitig feierte er im Berner Oberland seinen letzten Turniersieg. 2023 gewann er an der Seite von Dominic Stricker die Doppel-Konkurrenz.

Person sitzt an einem Tisch mit Tennisschlägern und Tennisbällen, umgeben von Kameraleuten.
Legende: «Wahrscheinlich werde ich ziemlich nervös sein» Stan Wawrinka hofft, vor Heimpublikum zu einem finalen Höhenflug in Gstaad ansetzen zu können. Keystone/Peter Klaunzer

In diesem Jahr heisst sein Partner Jérôme Kym. Das sei sein Wunsch gewesen, mit dem Aargauer habe er schliesslich auf der Tour noch nie zusammengespielt, so Wawrinka, der damit in Gstaad auf sieben verschiedene Doppel-Partner kommt.

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Stan Wawrinkas Auftaktpartie gegen Jaime Faria sehen Sie am Dienstag ab etwa 17:30 Uhr auf SRF zwei.

Hartes Los zum Auftakt

Sein Plan ist simpel: «Das erste Spiel gewinnen, ganz einfach.» Wobei, ganz so einfach dürfte dies nicht werden. Wawrinkas Gegner zum Start, der Portugiese Jaime Faria (ATP 98), überzeugte in diesem Jahr bei den French Open. Nach überstandener Qualifikation, in der er unter anderem Grigor Dimitrov – die ehemalige Nummer 3 der Welt – ausschaltete, legte er im Hauptfeld stark los: Er besiegte Denis Shapovalov (ATP 39) und Jan-Lennard Struff (ATP 80), bevor er an Frances Tiafoe (ATP 22) scheiterte.

Wawrinka betont, dass er sich fit fühlt. Bei seiner Dernière am Turnier, zu welchem er 2024 nach einem weiteren Erstrunden-Out auf Instagram schrieb: «Gstaad I hate you but I love you». Wenngleich er körperlich jedes weitere Lebensjahr merke, sei seine Motivation ungebrochen. Wozu er immer noch imstande sei, habe der Auftritt in Wimbledon gezeigt. Dort unterlag der Waadtländer Matteo Berrettini denkbar knapp.

In Gstaad sollen Motivation, Erfahrung und Form in mindestens einen Sieg münden. Und selbst wenn nicht – glücklich ist Wawrinka auch so. Angesprochen auf Turniere wie in Wimbledon oder eben die Swiss Open sagt er: «Als ich mit dem Tennisspielen angefangen habe, habe ich davon geträumt, vielleicht einmal daran teilnehmen zu können; mit 41 Jahren noch dabei zu sein, ist ein riesiges Glück.»

ATP Gstaad

SRF 3, Morgenbulletin, 13.7.26, 8:31 Uhr ; 

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