Marti: Eigentlich gesperrt, in Gstaad dabei

Aus dem Schweizer Davis-Cup-Team geflogen, wegen Fehlverhaltens vom Tennisverband gesperrt – und jetzt steht Yann Marti ausgerechnet in Gstaad wieder einmal in einem Hauptfeld.

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Bildlegende: Yann Marti Auf dem Court nicht immer ein Gentleman. EQ Images

  • Absurd: Trotz Sperre darf Marti in Gstaad teilnehmen
  • Abgestraft: Wiederholtes Fehlverhalten brachte ihm Sperre und Davis-Cup-Rauswurf
  • Ausgerechnet: Lösbare Aufgabe in der Startunde

Yann Marti ist kein Kind von Traurigkeit. In jüngster Vergangenheit hat sich die Weltnummer eine Verfehlung nach der anderen geleistet. Eine Auswahl:

  • Februar 2015: Bei seinem ersten Davis-Cup-Aufgebot wird Marti für das erste Einzel nicht berücksichtigt. Captain Severin Lüthi schickt ihn darauf nach Hause, weil er mit Martis Reaktion nicht einverstanden war.
  • 12. April 2016: Wegen einer «Verletzung des Verhaltens-Kodexes» wird Marti vom Tennis-Weltverband ITF provisorisch gesperrt. Er dürfte sich in diesem Jahr nichts mehr zuschulden kommen lassen.
  • 18. Juni 2016: An einem Future-Turnier in Alkmaar unterliegt Marti dem Portugiesen Pedro Sousa. Dabei werden zwei Fälle von «unsportlichem Verhalten» registriert. Wegen zusätzlicher «grober Fälle von aggressivem Verhalten» wird Marti bis am 22. Oktober von der ITF gesperrt.

Allerdings betrifft Martis Sperre nur den ITF-Zirkus, und dazu gehört das ATP-Turnier in Gstaad nicht. Damit durfte sich die Weltnummer 362 am Wochenende in die Qualifikation stürzen – und steht nun nach zweijähriger Absenz wieder in einem ATP-Hauptfeld.

Als Belohnung winkt am Montag Mittag in der 1. Runde eine lösbare Aufgabe: Mit dem Tschechen Jan Mertl (ATP 293) trifft Marti auf einen anderen Qualifikanten.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zum ATP in Gstaad