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ATP-Tour Raonic verhindert Federers perfekten Jahresauftakt

Roger Federer hat in Brisbane seinen ersten Turniersieg der neuen Saison verpasst. In der Neuauflage des letztjährigen Finals zog der Baselbieter gegen den Kanadier Milos Raonic (ATP 14) mit 4:6, 4:6 den Kürzeren.

Legende: Video «Raonics Revanche: Finalsieg gegen Federer» abspielen. Laufzeit 3:22 Minuten.
Vom 10.01.2016.

Nach knapp eineinhalb Stunden verwertete Raonic dank einem zu langen Return von Federer seinen 1. Matchball. Der Kanadier nahm damit erfolgreich Revanche für die Niederlage, die er vor exakt einem Jahr an gleicher Stätte gegen Federer erlitten hatte.

Während es der Schweizer verpasste, an der australischen Ostküste seinen 2. Turniersieg in Folge zu holen, den 89. insgesamt, durfte Raonic zum 8. Mal eine ATP-Trophäe in die Höhe stemmen.

Federer ohne seine wichtige Waffe

Nach verlorenem Startsatz hatte es im 2. Umgang so ausgesehen, als könnte Federer gegen den starken Aufschläger aus Kanada noch die Wende schaffen. Er servierte deutlich besser als noch im 1. Satz, als nur 45% seiner ersten Aufschläge im Feld landeten und er Raonic zu keiner Zeit unter Druck setzen konnte.

Roger Federer verwirft nach einem verlorenen Punkt die Hände.
Legende: Nicht auf der Höhe Roger Federer fand gegen Milos Raonic nicht zu seinem Spiel. Keystone

Es gelang ihm aber nicht, Raonics Service auch nur ein einziges Mal zu durchbrechen. Auch nicht, als er zu Beginn des 2. Satzes dank drei (!) Doppelfehlern seines Gegners in einem Game zu seiner ersten und einzigen Breakchance kam. Stattdessen war es Raonic, der beim Stand von 3:3 mit 0:30 zurücklag und sich dank 4 Punkten in Folge, darunter ein herrlicher Passierball, das entscheidende Break holte.

Eine überraschend gute Woche
Autor: Roger Federer

Trotz der Niederlage zeigte sich Federer zufrieden mit seinem Auftritt in Brisbane, nachdem er Anfang Woche noch mit einer Grippe flachgelegen war. «Für mich war es eine überraschend gute Woche. Ich muss nun schauen, dass ich bis zu den Australian Open wieder topfit werde», blickte Federer auf das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres voraus (ab 18. Januar).

Ein wenig geärgert haben dürfte sich allerdings sein neuer Coach Ivan Ljubicic. Im ersten gemeinsamen Turnier verlor Federer ausgerechnet gegen Ljubicics ehemaligen Schützling Raonic.

Legende: Video «Federer über seine Grippe: «Hatte die ganze Woche müde Beine»» abspielen. Laufzeit 1:13 Minuten.
Vom 10.01.2016.

Sendebezug: SRF info, sportlive, 10.01.2016, 10:00 Uhr.

24 Kommentare

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  • Kommentar von RF Forever, Switzerland
    Federer, Nadal und Djokovic sind etwas vom Besten was diese Sportart hervorgebracht hat! Keiner soll oder muss besser sein als der andere.
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  • Kommentar von RF Forever, Switzerland
    Die Frage ist: Gibt es überhaupt den GOAT? Ich sage Nein, denn es kann immer wieder einer nachkommen, der noch besser und erfolgreicher spielt.
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    1. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Zudem ist nicht eindeutig, wie das Erreichte gewichtet werden soll. Was ist mehr wert? Eine absolut dominante Saison oder ein sehr hohes Niveau über sehr lange Zeit? Das wäre bloss eine Frage neben vielen weiteren. Jede Ära bringt ihre grossen Spieler hervor und das macht den Sport spannend. Es ist auch nicht so, dass alle vergessen gehen, vielmehr sind es viele Namen, denen entlang man die Geschichte des Tennis nachzeichnen kann.
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    2. Antwort von Chris Brasci, 3006 Bern
      Wahrscheinlich wird es mal Djokovic sein wenn er sein Level halten kann. Spätestens in wenn er 4 GS in einem Jahr gewinnt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein anderer an einem der Turniere einen riesen Lauf hat ist gross, und deshalb 4GS sehr schwierig. Anderes spricht für Djokivic, dass Federer und Nadal weniger GS gewonnen hätten, wenn Djokovic bereits in derselben Tennisgeneration geboren wäre. Ist aber nicht geschehen und Djokovic hat keinen Golden Slam, so ist GOAT für mich immer noch Federer.
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    3. Antwort von RF Forever, Switzerland
      Wawrinka oder Federer haben aber auch 2016 eine Chance Djokovic an einem GS-Turnier vorzeitig oder in einem Final zu stoppen. 2015 war Federer am US-Open nahe dran.
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  • Kommentar von RF Forever, Switzerland
    Das Allerhöchste ist übrigens der Golden Slam.
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