Schwindender Einfluss: Onkel Toni verlässt Nadals Team

Rafael Nadal muss in naher Zukunft ohne die Unterstützung seines Onkels und langjährigen Trainers Toni auskommen. Grund für den Rückzug sei sein schwindender Einfluss.

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Onkel Toni Nadal zieht sich zurück

0:20 min, vom 11.2.2017

«Vom nächsten Jahr an werde ich Rafael nicht weiter auf dem Platz folgen und mich ausschliesslich auf unsere Tennis-Akademie konzentrieren», sagte Toni Nadal dem italienischen Onlineportal tennisitaliano.it. Grund für den Rückzug sei sein schwindender Einfluss in der Trainingsarbeit des Australian-Open-Finalisten.

«  Bis Rafa 17 Jahre alt war, war ich es, der alles entschieden hat. »

Toni Nadal

«Bis Rafa 17 Jahre alt war, war ich es, der alles entschieden hat. Dann kam Carlos Costa als Manager. Dann bekam sein Vater mehr Einfluss, und jeder hat seine Meinung», sagte Nadal. Ende 2016 stiess zudem Spaniens früherer Davis-Cup-Kapitän Carlos Moya zum Nadal-Clan.

Weiterhin «exzellente Beziehung»

Eine Entwicklung, die Toni Nadal zu denken gab: «Die Wahrheit ist, dass ich jedes Jahr weniger Entscheidungsgewalt hatte, bis zu dem Tag, an dem ich nichts mehr zu entscheiden haben werde.»

Das Verhältnis zu seinem Neffen, den er seit dessen 4. Lebensjahr trainiert, beschreibt Nadal jedoch als hervorragend: «Die Beziehung ist immer noch exzellent. Wir hatten nie eine Krise.»

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