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Zum 49. Mal heisst es Federer gegen Djokovic
Aus Sport-Clip vom 13.11.2019.
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Spiel 3 an den ATP Finals Federer vor Djokovic-Kracher: Gewinnen statt rechnen

Federer und Djokovic machen in London das Halbfinal-Ticket unter sich aus. Die Aufgabe ist klar, der Ausgang offen.

Auf Rechenspiele wollte sich Roger Federer nach seinem Sieg gegen Matteo Berrettini nicht einlassen. Mathematik sei noch nie sein Metier gewesen: «In der Schule war ich einfach dabei», schmunzelte der «Maestro». «Alles kann man nicht kontrollieren, ich muss einfach auf Sieg spielen», so der simple Matchplan für die Partie gegen Novak Djokovic.

Live-Hinweis

Die Partie zwischen Roger Federer und Novak Djokovic können Sie am Donnerstag ab 21 Uhr live auf SRF zwei und in der SRF Sport App mitverfolgen.

Einige Stunden später wurde durch die Niederlage des Serben in seiner 2. Partie an den ATP Finals sowieso jegliche Zahlenschieberei obsolet. Djokovic brachte es anschliessend auf den Punkt: «Es ist ganz einfach. Roger gegen mich – der Gewinner steht in den Halbfinals, der Verlierer ist raus.» Somit ist die 3. Round-Robin-Begegnung in London auch eine Art Finalspiel.

Es ist zugleich das erste Direktduell seit Federers dramatischer Final-Niederlage in Wimbledon im Juli dieses Jahres. Ist der epische Fünfsätzer noch in den Hinterköpfen der Protagonisten? «Ich glaube nicht, dass das noch eine Rolle spielt», verneinte Djokovic. Revanche hin oder her – für Federer steht mehr auf dem Spiel als nur die Verlängerung seiner Saison:

  • Bei bislang 16 Teilnahmen verpasste der Schweizer nur einmal die K.o.-Phase der ATP Finals: 2008 scheiterte er, nachdem er – von Rückenproblemen geplagt – überraschend Gilles Simon unterlegen war.
  • Ein Turniersieg würde für Djokovic Triumph Nummer 6 bedeuten. Damit schlösse er zu Rekordsieger Federer auf.
  • Die letzten 4 Duelle entschied allesamt der Serbe für sich. Auf Hartplatz in der Halle führt der «Djoker» 6:3.

Federers Bilanz (Hartplatz in der Halle) gegen Djokovic

JahrTurnier
Runde
Sieger
2018Paris-BercyHalbfinalDjokovic
2015ATP Finals
Round Robin
Federer
2015ATP Finals
FinalDjokovic
2014ATP Finals
FinalDjokovic (w.o.)
2013ATP Finals
Round Robin
Djokovic
2013Paris-BercyHalbfinalDjokovic
2010ATP Finals
HalbfinalFederer
2010BaselFinalFederer
2009BaselFinalDjokovic

Für Federer spricht, dass er frischer in die Partie gehen kann. SRF-Tennis-Experte Heinz Günthardt glaubt zudem an einen mentalen Vorteil: «Wahrscheinlich setzt sich Novak mehr unter Druck als Roger.» Essentiell sei ein gelungener Einstieg in den Match: «Wenn Djokovic führt und sich entspannt, spielt er noch etwas besser.»

Günthardt erwartet einen Federer, der sein Glück vermehrt am Netz vorne sucht. Wenn dann beim 38-Jährigen noch der Service sitzt, hat er gute Chancen, die offene Rechnung zu begleichen. Auch ganz ohne Mathematik.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 11.11.2019, 21 Uhr

14 Kommentare

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  • Kommentar von Herr Stähli  (TheRealDouble3)
    Es gibt nur einen GOAT und jetzt wissen auch alle wieder wer das ist. Wenn er so spielt wie heute, ist King Roger unbesiegbar. Diskussionsloser Sieg des besseren Spieler, danke Roger.
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  • Kommentar von Michael Siffert  (Pedro Ez)
    @halloo: zu beginn ihrer karrieren (als topspieler) haben nadal und djokovic nicht mit dem goat (rf) mitgehalten, sondern von ihm gelernt. Und das taten auch sonst noch ganz viele, heute aufstrebende spieler. Er war sehr lange (alleine) das mass aller dinge!
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  • Kommentar von Simon Scheidegger  (Simu08101996)
    Niemand kann jemals mehr etwas an der Legacy von Roger Federer ändern, auch nicht sofern er verlieren sollte heute Abend.

    Zudem misst sich Roger im Alter von 38 Jahren noch immer mit den nicht unwesentlich jüngeren Spielern, wie Novak oder Rafa.
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    1. Antwort von Miguel Garcia Lopez  (halloo)
      Ja die Legacy von Federer wird immer die eines grossen Spieler bleiben, da haben Sie Recht. Andererseits wird Djokovic und Nadals Legacy mit jedem Titel grösser werden.
      Dass Roger mit 38 noch mitheben kann ist beeindrucken. Andererseits haben Rafa und Nole auch damals mitgehalten mit Federer als sie noch Teenies waren.
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