- Stefanos Tsitsipas (ATP 85) setzt sich im Viertelfinal in Gstaad mit 6:3, 3:6, 6:3 gegen Arthur Rinderknech durch.
- Im Halbfinal der Swiss Open trifft der Grieche auf Dominic Strickers Bezwinger Alexander Schewtschenko.
- Ums zweite Finalticket duellieren sich Raphaël Collignon und Juan Manuel Cerundolo, die Valentin Vacherot und Casper Ruud eliminierten.
Der letzte Viertelfinal in Gstaad näherte sich der Stundenmarke, Arthur Rinderknech (ATP 28) sich dem Satzausgleich. Während Rihanna aus den Boxen «Shine Bright» trällerte, war die Gemütslage bei Stefanos Tsitsipas (ATP 85) düsterer. Einerseits lag er mit einem Break zurück, andererseits monierte er, wegen Licht- und Schattenwechsel in der Roy Emerson Arena, den Ball nicht zu sehen. Und tatsächlich: Wenige Augenblicke später entschied Rinderknech den zweiten Satz mit 6:3 für sich.
Verfluchte vierte Games
Doch Tsitsipas zeigte im Entscheidungssatz eine Reaktion und breakte den 30-jährigen Franzosen – abermals zum 3:1. Die Fehlerquote bei Rinderknech stieg, Tsitsipas servierte die Partie nach Hause. «Es war ein seltsames Spiel. Aber Tennis ist Tennis – man bekommt nicht immer, was man erwartet», schilderte er im anschliessenden Interview. Letztlich sei er froh, gewonnen zu haben. Ans Publikum, das ihm im Gegensatz zu den vergangenen Tagen durchaus gewogen war, richtete Tsitsipas Dankesworte und ein «Grüezi».
Schon im 1. Satz hatte dem in der Startphase solid auftretenden, 27-jährigen Griechen ein Break zum 3:1 genügt. Im 2. Durchgang galt selbiges für Rinderknech – dem die Lichtverhältnisse sichtlich weniger Probleme bereiteten. Doch mit dem Schatten in der Arena wurde es um Tsitsipas' Gemüt wieder heller. Damit steht der Grieche beim ATP-250-Turnier von Gstaad erneut unter den letzten Vier. Bei seinem bislang einzigen Gastspiel in Gstaad war der zweifache Grand-Slam-Finalist 2024 im Halbfinal gescheitert.
Vacherot und Ruud scheitern
Dort trifft Tsitsipas auf Alexander Schewtschenko (ATP 100). Der Kasache schlug, nachdem er am Mittag noch den «Rest» der Partie gegen Dominic Stricker gewonnen hatte, im Viertelfinal Quentin Halys (ATP 90) in zwei Sätzen. Am Ende benötigte Schewtschenko viel Geduld. Das letzte Game dauerte elfeinhalb Minuten, den siebten Matchball konnte der Kasache schliesslich nutzen.
Das zweite Finalticket machen etwas überraschend Raphaël Collignon (ATP 42) und Juan Manuel Cerundolo (ATP 45) untereinander aus. Der Belgier rang den Monegassen Valentin Vacherot (ATP 21) in 2:11 Stunden nieder. Beim Argentinier dauerte es gegen den Norweger Casper Ruud (ATP 13) gar noch 3 Minuten länger. Ruud hatte 2021 und 2022 im Berner Oberland triumphiert.