Wawrinka: Ein Jahr bei den «Grossen»

An den US Open 2013 gelang Stan Wawrinka mit dem Halbfinal-Einzug der Sprung in die absolute Weltspitze. Einen Grand-Slam-Triumph, einen Masters-Erfolg und eine Namensänderung später kehrt der Romand nach Flushing Meadows zurück - allerdings nicht in Bestform.

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Bildlegende: Stan Wawrinka Der Jubel des Romands nach seinem Sieg über Andy Murray an den US Open 2013. Reuters

Den letztjährigen US-Open-Halbfinal verlor Stan Wawrinka nach grossem Kampf gegen Novak Djokovic. Wie üblich, würde man meinen. Dennoch stellt das Turnier im New Yorker Stadtteil Queens rückblickend eine Zäsur in Wawrinkas Karriere dar.

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Denn mit einem diskussionslosen Sieg über Andy Murray hatte er nach 12 Achtel- oder Viertelfinal-Qualifikationen erstmals die Vorschlussrunde an einem Major erreicht. Es folgten die erstmalige Qualifikation für die ATP-Finals, an denen er Tomas Berdych und David Ferrer schlug, die Wahl zum «Schweizer des Jahres» im Januar und der Turniersieg in Chennai.

Sensation in Melbourne

In Melbourne feierte er wenig später (nach erfolgreicher Revanche an Djokovic) mit dem Finalsieg über Rafael Nadal seinen grössten Triumph. Der Lausanner wurde damit der erste Grand-Slam-Sieger ausserhalb der «Big Four» (Djokovic, Federer, Nadal, Murray) nach viereinhalb Jahren (Juan Martin Del Potro an den US Open 2009).

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Immer wieder Federer

Seit diesem Frühling tritt Wawrinka unter dem Vornamen «Stan» auf der Tour an. Orientierungspunkt in den letzten Monaten war Freund und Landsmann Roger Federer. Erst führte das Duo Federer/Wawrinka die Schweiz (glanzlos) in den Davis-Cup-Halbfinal.

Rein schweizerische Duelle bildeten auch Wawrinkas weitere Highlights des Jahres: Sein Finalsieg über den Baselbieter am ATP-1000-Turnier von Monte Carlo und der verlorene Wimbledon-Viertelfinal.

Glückloser Sommer

Doch es mehrten sich auch Negativ-Schlagzeilen um den Schweizer: Eine Erkrankung unmittelbar vor Wimbledon, die Absage in Gstaad und zwiespältige Auftritte in den Turnieren der US-Hartplatz-Saison. In Toronto schied er schon in der 3. Runde aus, in Cincinnati im Viertelfinal. In keiner seiner 5 Partien konnte er restlos überzeugen.

«Gut vorbereitet»

Das kann jemanden wie Wawrinka aber nicht schrecken. Er glaube, für die US Open «gut vorbereitet» zu sein, liess der Lausanner verlauten. Die Auslosung vom Donnerstag bescherte ihm den Tschechen Jiri Vesely als Startgegner. Voller Elan schickte er seinen Followern vor einem Frühtraining ein Foto der New Yorker Morgenstimmung.

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 21.8.14, 22:00 Uhr

Instagram-Beitrag von Stan Wawrinka