Wawrinka - selbstbewusst und voller Vorfreude

Bei den am Montag beginnenden Swiss Indoors Basel steht Stanislas Wawrinka zum 11. Mal im Haupttableau. Die Aussichten auf seinen ersten Turniersieg in der Heimat stehen nach einer herausragenden Saison so gut wie nie.

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Das «Superjahr» von Wawrinka («sportpanorama»)

4:36 min, aus sportpanorama vom 20.10.2013

Die ganz grossen Schlagzeilen schrieb Stanislas Wawrinka bei seinen Turnier-Teilnahmen in Basel noch nicht. Immerhin: 2006 und 2011 erreichte er die Halbfinals. Bei den restlichen 8 Anläufen scheiterte er aber auch schon 5 Mal an der allerersten Hürde. Zuletzt vor 12 Monaten.

Die Vorfreude auf die Swiss Indoors 2013 ist beim Romand jedoch gross. «Es ist toll, hierher zu kommen. Das Jahr war bislang super, ich freue mich auf die 1. Runde», so der 28-Jährige, der am Dienstag auf Edouard Roger-Vasselin (Fr) trifft.

Die Erfolge gegen die Top-10-Spieler

Das Jahr 2013 wird für Wawrinka ein unvergessliches bleiben. Egal, ob er in Basel seinen 1. Turniersieg in der Heimat feiert oder nicht. Und auch wenn er danach in Paris und bei einer allfälligen Qualifikation für London bei den ATP Finals die Segel vorzeitig streichen müsste - die Saison mit bisher 47:19 Siegen ist die erfolgreichste seiner Karriere.

Gleich deren 7 Top-10-Spieler konnte er in diesem Jahr bezwingen. Nur Rafael Nadal und Novak Djokovic - die Weltnummern 1 und 2 - haben mehr Gegner aus diesem erlauchten Kreis in die Knie gezwungen. Der Turniersieg in Estoril (Por), sein 4. insgesamt, sowie die erstmalige Qualifikation für einen Grand-Slam-Halbfinal an den US Open bildeten die Höhepunkte. Ende Mai gelang dem Lausanner dank dem Erfolg in Portugal nach 5 Jahren wieder der Vorstoss in die Top 10.

Mit kleinen Schritten vorwärts

«Ich habe schon immer ein wenig Zeit benötigt, um in der Karriere wieder einen weiteren Schritt vorwärts zu kommen, um meinen Weg zu gehen. Dieses Jahr hat dies sehr gut geklappt», blickt Wawrinka zurück.

Die Etablierung inmitten der Top-Cracks kam nicht von ungefähr. Er habe in den letzten Jahren hart gearbeitet, so die Weltnummer 9. Die Initialzündung gab derweil eine Niederlage: An den Australian Open unterlag er Djokovic erst in 5 Sätzen. «Die Partie gab mir viel Selbstvertrauen.» Er wusste, dass er nun mit den Besten mithalten, sie fordern und sie bezwingen kann. Auch an den «Big Events».

Unterstützung und Anerkennung

So wie zuletzt an den US Open im September, als er die Turniernummern 5 (Tomas Berdych) und 3 (Andy Murray) schlug, ehe eine erneute 5-Satz-Niederlage gegen Djokovic sein New-York-Abenteuer beendete.

Beim Verlassen des Courts im Arthur Ashe Stadium wurde er vom Publikum mit einer Standing Ovation verabschiedet. «Gewaltig» sei dies gewesen, die Unterstützung «grossartig». Auch das Publikum in der Basler St. Jakobshalle wird ihn antreiben und - wenn er denn für die ganz grossen Schlagzeilen sorgt - sich erheben.