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ATP-Tour Wawrinka unterliegt Nadal auch im 12. Aufeinandertreffen

Im zweiten Gruppenspiel der ATP World Tour Finals hat sich Stanislas Wawrinka Rafael Nadal in 2:13 Stunden mit 6:7 und 6:7 geschlagen geben müssen. Der Romand wartet damit weiter auf seinen ersten Satzgewinn gegen den Spanier, hat aber intakte Chancen auf die Halbfinal-Qualifikation.

Legende: Video «Spielbericht Wawrinka - Nadal » abspielen. Laufzeit 2:10 Minuten.
Vom 06.11.2013.

Für Stanislas Wawrinka war es im 12. Spiel die 12. Niederlage gegen Rafael Nadal. So deutlich die Statistik, so umkämpft war das Spiel in London: Bezeichnend dafür der zweite Satz, als Wawrinka nach einem schmerzvollen 6:7-Satzverlust schnell mit 1:4 in Rücklage geriet, sich dann aber mit einer Energieleistung zurückkämpfte und Nadal wieder ins Tiebreak zwang.

Dort spielte Wawrinka gross auf, holte sich gar einen Satzball. Es sollte aber wieder nicht reichen: Der Romand zerschellte trotz grossem Kampf an der spanischen Wand Nadal, der seinen ersten Matchball kaltschnäuzig zum 8:6 verwertete.

Nadal wankt, fällt aber nicht

Es war nicht das erste Mal in der Partie, dass Wawrinka dem spanischen Dominator in dessen Paradedisziplin - der mentalen Stärke - Paroli bot. Schon im ersten Satz hatte Wawrinka dem favorisierten Gegner alles abverlangt: Zwar kassierte er im dritten Aufschlagsspiel das Break, in der Folge vermochte er seinen Aufschlag aber zu stabilisieren und liess sich vom druckvollen Mallorquiner gerade in den längeren Ballwechseln nicht zermürben.

Als die Weltnummer 1 zum Satzgewinn aufschlug, konnte Wawrinka seinen dritten Breakball der Partie nutzen und erzwang schliesslich das Tiebreak. Hier zeigte Nadal aber in der entscheidenden Phase seine ganze (mentale) Klasse und nutzte in der ausgeglichenen Kurzentscheidung seinen 1. Satzball zum 7:5. Wie schon Anfang Oktober in Schanghai beim 6:7 (10:12) und 1:6 schnupperte der Schweizer am ersten Satzgewinn, wieder behielt der Spanier die Oberhand.

«...am Ende gewinnt Nadal»

«Ich spielte das richtige Tennis», bilanzierte Wawrinka nach der Partie zurecht: So holte er mehr Punkte (83:80) und schlug mehr Winner als Nadal. Entsprechend enttäuscht zeigte sich die Weltnummer 8 über die unglückliche Niederlage: «Ich hatte so viele Möglichkeiten in diesem Spiel. Aber am Ende gewinnt Nadal.» Gleichzeitig zollte er seinem Widersacher Respekt: «Es ist sehr schwierig gegen ihn, denn selbst wenn du gut spielst, ist er immer da, versucht, irgendwie einen Sieg zu finden.»

Halbfinals noch in Reichweite

Am Freitag trifft Wawrinka auf David Ferrer, der Tomas Berdych mit 4:6, 4:6 unterlag und damit bereits ausgeschieden ist. Schlägt Wawrinka den Spanier und Berdych verliert sein letztes Gruppenspiel gegen Nadal, dann steht Wawrinka in den Halbfinals.

Legende: Video «Berdych - Ferrer: Satz- und Matchball («sportlive»)» abspielen. Laufzeit 0:44 Minuten.
Vom 06.11.2013.

23 Kommentare

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  • Kommentar von still great, Zürich
    Habe das Match leider nicht gesehen, nur die Zusammenfassung. Dass Stan in beiden Sätzen von einem Breakrückstand zurückkommt spricht Bände. Das wäre ihm noch vor 2 Jahren nicht geglückt, schon gar nicht gegen Nadal, der seinen Vorsprung jeweils mit eiserner Hand verwaltet. Auch dass er die TB so knapp verliert, ist in meinen Augen "sensationell". Er gab wirklich nie auf, die letzte Vorhand landet an der Netzkante und zeigt sinnbildlich, wie eng es war. Allez Stan!
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  • Kommentar von CES, Aarau
    Ich habe leider nur den 2. Satz gesehen. Das war ein aufregendes Spiel auf hohem Niveau, und es wäre wunderbar gewesen, wenn die beiden einen dritten Satz hätten spielen müssen. 6:7 6:7 gegen Nadel zu verlieren ist keine Schande! Und schliesslich wissen wir ja alle, dass in Tiebreaks auch das Glück und die Nerven mitspielen. Beide Tiebreaks waren knapp. Allez, Stan! Alle diese engen Matches gegen die Stärksten sind nützliche Spiele, um Erfahrungen zu sammeln und Sicherheit zu gewinnen.
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  • Kommentar von Hans Imhof, Bern
    12:0 Matchbilanz, 26:0 Satzbilanz das sagt alles! Wawrinka wird auch noch nach 100 Begegnungen als Verlierer vom Platz gehen!
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    1. Antwort von BetLi, Zürich
      Lieber Herr Imhof. Wir werden es beide bestimmt noch erleben, wie Wawrinka als Sieger vom Platz gehen wird. Für mich ist er ein grosses Vorbild, ein Kämpfer, der nicht so schnel aufgibt. Was können wir alle von ihm lernen!
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    2. Antwort von grünter peter, zürich
      lieber herr imhof, in jeglichen kommentaren die sie bisher geschrieben haben, versuchten sie das gegeteil zuschreiben um leute zu ärgern. meine meinuhng von ihnen: sie sind eine person die im leben zuwenig erreichte und ihr einziges tagesziel ist andere leute schlecht zumachenoder zu reizen. sie tun mir ehrlich gesagt leid...
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