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ATP-Tour Wawrinka: «Vergleiche mich nicht mit den ‹Big Four›»

Trotz seines 2. Grand-Slam-Titels und seiner stabilen Top-4-Weltranglistenposition will sich Stan Wawrinka nicht mit den «Big Four» vergleichen. An die Karriere-Erfolge von Federer, Djokovic, Nadal und Murray «werde ich nie herankommen», so der Waadtländer im RTS-Interview.

Wawrinka machte in dem Gespräch mit dem Westschweizer Fernsehen klar, dass mit dem Begriff «Big Four» nur Roger Federer, Novak Djokovic, Rafael Nadal und Andy Murray gemeint sein könnten.

«Es zählen nicht nur die aktuellen Resultate»

«Sie haben alles gewonnen, sie stehen immer in den Grand-Slam-Finals, sie gewinnen alle Masters-Turniere.» Man dürfe nicht nur die aktuellen Resultate oder das Ranking betrachten, sondern müsse die Leistungen der letzten zehn Jahre berücksichtigen.

Umso mehr freue er sich, dass er in Paris nicht nur sein 2. Grand-Slam-Turnier gewonnen, sondern dies mit Siegen über die Weltnummern 1 und 2 getan habe. «Ich hätte mir keine schönere erste Saisonhälfte erträumen können», meinte deshalb der 30-Jährige, der verletzungsbedingt für das Heimturnier in Gstaad abgesagt hatte.

Ich muss im ganzen Turnier kämpfen und in jedem Spiel hundert Prozent geben.
Autor: Stan Wawrinka

Zu seinen weiteren Saisonzielen wollte sich Wawrinka nicht näher äussern: «Ich bin nicht auf dem Niveau, das mir erlaubt zu sagen: An den US Open will ich mindestens in den Halbfinal. Die einzige Möglichkeit für mich, Turniere zu gewinnen, ist in jedem Spiel 100 Prozent zu geben und im gesamten Turnierverlauf zu kämpfen.»

Rio: Erst mit Federer sprechen

Im Hinblick auf die Olympischen Spiele machte der Waadtländer deutlich, dass er versuchen werde, in Rio de Janeiro in Topform zu sein. Was ein eventuelles Antreten in den Doppelkonkurrenzen (Männerdoppel, Mixed) betrifft, will sich Wawrinka erst mit Federer absprechen, ehe er über eine Teilnahme am Mixed-Turnier entscheidet.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 23.07.2015

6 Kommentare

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  • Kommentar von Domi, Bern
    Spielt Wawrinka an den US Open in Top-Form (à la Paris), kann und wird er das Turnier gewinnen. Was die Big Four über Jahre hinweg ausgezeichnet hat und derzeit nur noch Djokovic auszeichnet, ist eine unglaubliche Konstanz. Sie spielen konstant auf hohem Niveau. Jetzt aber das grosse ABER: Stan mag nicht ganz so konstant sein, aber er hat das grössere Niveau-Potenzial als die Big Four. Federer, Nadal oder Murray würden Djokovic nicht 60 Winner um die Ohren hauen... schon gar nicht auf Sand...
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  • Kommentar von Kevin Loosli, Basel
    Ich denke, er sagt dies um den Druck von sich zu nehmen. Als Aussenseiter lässt es sich unbeschwerter Aufschlagen. Denn man kann dann gewinnen, muss aber nicht.
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  • Kommentar von Davd Gfeller, Dürrenroth
    Wawrinkas Aussage wegen den "Big Four" überrascht mich ein wenig. Denn mindestens vor Murray braucht er sich nicht zu verstecken. Wawrinka brauchte zwar länger bis zu seinem Durchbruch. Doch betrachtet man die Bilanz seit Wawrinkas 4.Turniersieg 2013 in Oueiras steht er Murray nicht viel nach: Murray in diesem Zeitraum: 8 Turniersiege, davon 1 Grand Slam. Wawrinka: 7 Turniersiege, davon 2 Grandslam. Da muss sich Wawrika wirklich nicht verstecken.
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    1. Antwort von Nimsay Job, ZH
      Was Murray betrifft gebe ich ihnen Recht, da kann Stan allemal mithalten. Allerdings stimmt es auch, dass Stan an Karrieren wie die von Roger, Nadal und Djokovic nicht rankommt. Alles in Allem: Die Bezeichnung "Big Four" ist hat eine Zeitlang gepasst, als die vier zuoberst waren und alles gewonnen haben, jetzt muss man mehr unterscheiden: Es gibt mehr Anwärter auf die grossen Titel, an Karrieren wie die von Roger, Nadal und Djokovic kommt aber keiner von denen ran...
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    2. Antwort von Resi Weber, Lausanne
      Danke David Gfeller für die objektive Beurteilung
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    3. Antwort von Ronnie Regen, Belair
      Die Topspieler schätzen die Masters-Siege nur knapp unter den GS ein, weil eben (fast) alle am Start sind. Und da führt Murray gegen Wawrinka eben 10:1
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