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Zusammenfassung Finalduell Schweiz vs. Russland
Aus Sportheute vom 06.11.2021.
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Russland triumphiert in Prag Den Schweizerinnen bleibt die Tennis-Krone verwehrt

  • Die Schweiz muss beim Schlussakt am Billie Jean King Cup schon nach den beiden Einzeln ihre Titelträume begraben.
  • Stattdessen küren sich die Russinnen in Prag zum 5. Mal zu Team-Weltmeisterinnen.
  • Ein 2:6, 4:6 von Jil Teichmann (WTA 39) gegen Daria Kasatkina (WTA 28) im Auftakt-Match der Finalbegegnung läutet die Niederlage ein.
  • Belinda Bencic (WTA 17) kann hinterher gegen Ludmila Samsonowa (WTA 40) beim 6:3, 3:6, 4:6 das Ruder nicht herumreissen.

Es war ein abrupter Untergang – so ganz ohne Ansage. Im 2. Satz der 2. Einzelpartie ergatterte sich Ludmila Samsonowa gegen Belinda Bencic ein Break zur 4:2-Führung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Ostschweizerin die Partie unter Kontrolle. Sie schüttelte einen Fehlstart souverän ab und eroberte sich dank einem Zwischenspurt nach dem 3:3 die Satz-Führung.

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Bencic legt zum Satzende eine Schippe drauf
Aus Sport-Clip vom 06.11.2021.
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Doch rund eine halbe Stunde später wandte sich das Blatt zuungunsten der Schweizer Teamleaderin. Mit viel Wucht holte die russische Weltnummer 40 nach dem 4:2-Vorsprung weitere 4 Spielgewinne aus den folgenden 5 Games und steuerte so dem Triumph für ihre Farben entgegen.

Obschon es bis über die Ziellinie ein zäher, nervenaufreibender Weg war und sich Bencic noch 2 Breakbälle erarbeiten konnte, rang Samsonowa nach gesamthaft 142 Minuten die Olympiasiegerin mit 3:6, 6:3, 6:4 nieder. Damit sicherte sie ihrem Landesverband den entscheidenden 2. Punkt zum Titelgewinn beim Billie Jean King Cup, dem Nachfolge-Wettbewerb des Fed Cups.

Pawljutschenkowa nahm sich aus dem Rennen

Samsonowa war erst kurzfristig für den 2. Match aufgestellt worden, nachdem sich die nominelle Nummer 1, Anastasia Pawljutschenkowa (WTA 12), wegen einer Knieverletzung abgemeldet hatte. Es war ihr erst 2. Einzel überhaupt für ihre Nation. Die breit aufgestellten Russinnen gewannen in Prag ihre 5. Trophäe bei den Team-Weltmeisterschaften, die 1. nach 2008.

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Samsonowa macht den Sieg klar
Aus Sport-Clip vom 06.11.2021.
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Eingeleitet worden war die jüngste Errungenschaft von Daria Kasatkina. Die 24-Jährige kaufte Jil Teichmann in 2 Sätzen den Schneid ab. Obschon sich die Seeländerin nach fahrigem Beginn steigern konnte, musste sie bei ihrem 8. Auftritt im Tennis-Teambewerb (4 Einzel / 4 Doppel) erstmals als Verliererin vom Platz.

Teichmann anfänglich ganz ohne Chance

Teichmann, am Vortag in der Begegnung gegen Australien noch mit einem 6:0-Furioso in den Halbfinal gestartet, erlitt diesmal das nahezu gleiche Schicksal wie Storm Sanders. Nach 3 Service-Verlusten brachte sie sich erst mit dem 1:5 aufs Scoreboard.

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Satz- und Matchball für Kasatkina
Aus Sport-Clip vom 06.11.2021.
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Wenig später war der 1. Satz gleichwohl weg. In Durchgang 2 musste die 24-jährige Linkshänderin nach dem 3:3 abreissen lassen. Es war dies bei der 2. Final-Teilnahme für Swiss Tennis der verunglückte 1. Akt, Bencic konnte nicht mehr zur Korrektur ansetzen.

SRF zwei, sportlive, 06.11.2021 15:50 Uhr;

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42 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Weiersmüller  (Galgevogel)
    Meines Erachtens war der Wendepunkt im Spiel von Bencic erreicht, als die Oberschiedsrichterin plötzlich an der Schweizer Bank aufgetaucht ist und sich wegen dem einmaligen Abwenden beschwert hat. Von der Stuhlschiedsrichterin war bis dahin nichts in diesem Zusammenhang zu hören. Bis zu diesem Vorfall hatte Bencic Samsonowa nämlich voll im Griff und danach war sie von der Rolle. Übrigens hätte ich bei diesem Vorfall auch eine etwas aktivere Reaktion von Günthard erwartet.
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Michael Weiersmüller: sehe das auch so. Allerdings, bei Heinz Günthard habe ich richtig das Hirni rauchen gesehen. (Uebrigens hat auch Patty Schnyder in der Richtung gedacht): was ist schlimmer: wenn ich mich einmische oder wenn ich Ruhe bewahre? Patty sagte auch, bei der Stuhl-Schiedsrichterin kann sich der Coach (weil: direkt auf dem Platz ist das möglich) ins Zeug legen, aber bei der Oberschiedsrichterin nicht. Es war ja so etwas von einer Attacke von oben/aussen - schon sehr grenzwertig.
    2. Antwort von Suat Ulusoy  (SuatU)
      Es war übrigens kein einmaliges Abwenden von Belinda. Bereits zu Beginn machte sie dies einmal. In meinen Augen war die Intervention der Oberschiedsrichterin korrekt. Samsonowa liess sich zwar ganz schön viel Zeit, hat aber keine Regeln gebrochen, da kann sich Belinda nicht einfach abwenden. Gab zudem gar keinen Bruch in Belindas Spiel, Samsonowa fand einfach immer besser ins Match, machte weniger Fehler und hatte etwas mehr Geduld als im ersten Satz.
  • Kommentar von Guido Casellini  (CAS)
    Schade....trotzallem Bravo an alle unseren "Tennisgirls" !!
    Ich frage mich oft wie lange werden noch "Geschreie" erlaubt, solche Töne gehören gar nicht zum Spiel.....und Samsonova hat erst im zweiten Satz angefangen.....
  • Kommentar von Werner Vetterli  (KlingWe)
    Es ist immer noch Sport und dazu gehört Taktik. Auf diesem Niveau müsste das adaptierter sein. Die Russinnen haben ein breiteres und besseres Kader.
    Das muss man Anerkennen können. Und dann so fair sein, am Ende den Siegerinnen zu gratulieren.