3 Tiebreaks bringen Schweizer Davis-Cup-Doppel in Rücklage

Die Schweiz liegt nach der dritten Partie im Davis-Cup-Playoff gegen Weissrussland 1:2 zurück: Adrian Bodmer und Luca Margaroli verloren ihr Doppel in 3 Sätzen.

Video «Schweizer Doppel unterliegt im Davis Cup» abspielen

Schweizer Doppel unterliegt im Davis Cup

1:38 min, vom 16.9.2017
  • Nach 2:30 Stunden steht das 6:7 (6:8), 6:7 (4:7), 6:7 (3:7) aus Schweizer Sicht fest
  • Den Punkt zum 2:1 für Weissrussland holen der 40-jährige Max Mirnyi und Andrej Wassilewski.
  • Die Schweiz braucht am Sonntag zwei Siege in den abschliessenden Einzeln, um den Verbleib in der Weltgruppe zu fixieren.

Als klare Aussenseiter ins Doppel gegangen, verkauften die Davis-Cup-Debütanten Adrian Bodmer (ATP 427 im Doppel) und Luca Margaroli (146) ihre Haut sehr teuer. Gegen Max Mirniy und Andrej Wassilewski, immerhin die Nummern 55 bzw. 65 im Doppel-Ranking, fehlten jeweils nur Nuancen, um das Duell in eine andere Richtung zu lenken:

  • 1. Satz: Ohne eine Chance auf Servicedurchbruch geht es ins Tiebreak. Dort stellen die Schweizer auf 6:5. Mit dem Satzgewinn vor Augen verschlägt Bodmer einen einfachen Volley.
  • 2. Satz: Beim Stand von 5:4 lassen die Schweizer gleich 3 Break- und damit Satzbälle ungenutzt. Schliesslich entscheidet erneut das Tiebreak zu Ungunsten des Swiss-Tennis-Duos.
  • 3. Satz: Die Entscheidung fällt – Sie ahnen es – im Tiebreak, nachdem die Schweizer problemlos bis zum 6:6 mitgehalten haben. Dort ziehen die Weissrussen rasch auf 5:0 davon und spielen den Satz anschliessend sicher nach Hause.

Handkehrum traten die Weissrussen bei eigenem Aufschlag ungemein souverän auf. Etliche Servicegames brachten Myrnyi/Wassilewski zu Null durch. Die Quote gewonnener Punkte bei erstem Aufschlag lag bei beachtlichen 92%. Am Ende hatten die Gäste 23 Punkte mehr auf ihrem Konto (132:109).

Leistungssteigerung von Laaksonen?

Die Schweiz braucht am Sonntag (13 Uhr live, SRF zwei) somit zwei Siege im Einzel. Vor allem von Henri Laaksonen, der den Auftakt überraschend verloren hat, erwartet Severin Lüthi mehr. «Da muss natürlich mehr kommen», sparte der Captain nicht mit Kritik.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.9.2017, 13 Uhr