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Chaotischer Zeitplan in Madrid Bis dass der Hahn kräht: Davis-Cup-Spiele enden um 4 Uhr

Rafael Nadal beklagte sich, dass Spanien am Davis Cup bis um 1:50 Uhr im Einsatz stand. Tags bzw. morgens darauf war nach 4 Uhr Feierabend.

Das Doppel Bolelli und Fognini bespricht auf dem Tennisplatz seine Taktik.
Legende: Bis zur Erschöpfung Simone Bolelli (rechts) und Fabio Fognini schieben in Madrid eine Schicht in den frühen Morgenstunden. Keystone

Die Anlage in Madrid mit 3 Courts platzt aus allen Nähten. Der Zeitplan beim adaptierten Davis-Cup-Wettbewerb versinkt deshalb im nackten Chaos. Vor allem wenn die Begegnungen über die volle Distanz gehen, werden die Kapazitätsengpässe offensichtlich.

Am Mittwoch markierte in der Gruppe E der Match zwischen Grossbritannien und den Niederlanden den Auftakt in den Tag. Nahezu 9 Stunden duellierten sich Andy Murray, Tallon Griekspoor und Co. Die epische Partie umfasste 8 Sätze, 90 Games und 4 Tiebreaks.

Es war einer der längsten Tage, den ich je auf dem Stuhl verbracht habe. Es war ein weiterer Tag mit einem unglaublichen Drama.
Autor: Leon SmithDas Resümee des britischen Captains

Wirklich auf die Spitze wurde das Programm dann aber zu vorgerückter Stunde getrieben. Nach all den Verzögerungen nahmen die Italiener und Amerikaner ihr Schlusspensum erst um 1:25 Uhr morgens auf.

Sam Querrey, Jack Sock sowie auf der anderen Seite Simone Bolelli und Fabio Fognini lieferten sich dann nochmals einen intensiven Abnützungskampf bis kurz nach 4 Uhr morgens.

Der 32-jährige Fognini meinte hinterher nur: «Ich bin so etwas von müde!» Der Lohn für diesen Effort? Beide Teams verpassten das K.o.-Format in Madrid.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Alina Kunz  (Milaja)
    Ich stimme Ihnen, Seppli Moser, zu. Ich war am Laver Cup in Genf und genoss Top Spiele, hervorragende Atmosphäre und perfekte Infrastruktur auf und neben dem Tennis Court - einfach drei Spitzentage für Tennisfans wie auch Spieler waren das. Ich hoffe, dass der Laver Cup weiterhin ausgetragen wird. Auf diesen neuen amateurhaften, chaotischen Davis Cup vom Fussballer Piqué initiiert sollte meines Erachtens künftig verzichtet werden.
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  • Kommentar von Armin Meile  (MrMele)
    Dieser «Länder-Showkampf» hat für mich nichts mehr mit dem Gedanken des ursprünglichen Davis Cups zu tun. Welchen Sinn hat beispielsweise eine Begegnung zwischen Italien und den USA mitten in der Nacht in Spanien? Und als Tüpfelchen auf dem i scheiden die siegreichen Amerikaner auch noch aus. Das ist etwa der gleiche Unsinn wie der spanische Fussball-Supercup in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wo nur noch Geld und Kommerz zählen, bleibt der wahre Sportgeist auf der Strecke.
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  • Kommentar von Seppli Moser  (Moser)
    verstehe das Format noch nicht ganz, aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl etwas ist hier mächtig schief gelaufen. Schauen da überhaupt Leute zu? Was genau ist das nun. Davis Cup abschaffen und ein grösserer umfassenderer Laver Cup am Ende vom Jahr wäre doch was. Oder in Zwei Teile im Jahr.
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