Chiudinelli schafft Ausgleich

Das Abstiegs-Playoff zwischen der Schweiz und Weissrussland steht nach den ersten beiden Einzeln 1:1. Marco Chiudinelli korrigierte den von Henri Laaksonen produzierten Fehlstart.

  • Laaksonen enttäuscht auf ganzer Linie
  • Chiudinelli gleicht durch einen soliden Auftritt aus
  • Captain Lüthi übt heftige Kritik an Laaksonen
  • Wer im Doppel spielt, ist noch unklar. Chiudinelli: «Wenn's mich braucht, bin ich bereit.»

Marco Chiudinelli (ATP 262) bezwang Dimitri Schyrmont (ATP 333) in 2:48 Stunden mit 6:3, 4:6, 6:4 und 6:3. Das entscheidende Break im 4. Satz gelang dem Basler Routinier zum 4:3, nachdem er im Game davor eine heikle 0:30-Situation bereinigt hatte. Danach legte er ein weiteres Break zum Matchgewinn nach.

«Ich wusste, dass ich unbedingt gewinnen musste, damit wir im Spiel bleiben», beschrieb Chiudinelli den Druck, der auf ihm lastete. Schyrmont wirkte zu Beginn des 3. Satzes angeschlagen. «Er hatte Mühe mit seinem 2. Aufschlag, dafür nahm er mehr Risiko in den Ballwechseln. Es war für mich nicht einfach», so Chiudinelli.

Der Teamleader enttäuscht

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Die Halbfinals

In den Halbfinals Belgien-Australien und Frankreich-Serbien steht es nach dem 1. Tag 1:1. Australiens Nick Kyrgios gewann gegen Steve Darcis einen 5-Satz-Krimi. Siege feierten zudem David Goffin (Be), Jo-Wilfried Tsonga (Fr) und Dusan Lajovic (Ser).

Zum Auftakt war der favorisierte Henri Laaksonen (ATP 115) gegen Jaroslaw Schyla (ATP 390) beim 4:6, 2:6, 6:7 (3:7) chancenlos geblieben. Nach insgesamt 35 unerzwungenen Fehlern und 105 Minuten musste der Schaffhauser seinem Gegner gratulieren. Zwischen dem 4:3 im 1. und dem 0:4 im 2. Satz verlor er 7 Games in Folge.

Lüthis unverblümte Kritik

Captain Severin Lüthi zeigte sich über Laaksonens Leistung enttäuscht. «Das Spielerische ist das eine, aber da muss natürlich mehr kommen. Das weiss er auch selbst. Ich hoffe, dass er für die nächsten Tage bereit ist. Sonst spielt halt jemand anders.»

«  Er kann von mir aus mit einem Tischtennis-Schläger auf den Court »

Severin Lüthi
Davis-Cup-Captain

Schlägermarke gewechselt

Ein Grund für die klare Niederlage könnte sein, dass Laaksonen vor wenigen Tagen seine Schlägermarke gewechselt hat. Das Experiment ging gründlich daneben. Captain Lüthi lässt die Entschuldigung nicht gelten: «Am Sonntag soll er meinetwegen mit einem Tischtennis-Schläger auf den Court gehen. Hauptsache, die Materialfrage blockiert ihn nicht länger.»

Schyla: «I am so sorry»

«Dieser Sieg kommt nicht unbedingt überraschend für mich», bilanzierte umgekehrt Schyla danach im Platzinterview und entschuldigte sich mit einem Schmunzeln bei den Schweizer Fans in Biel: «Es tut mir leid.»

Lüthi: «Von Laaksonen muss mehr kommen»

2:34 min, vom 15.9.2017

Schyla: «I am so sorry»

2:09 min, vom 15.9.2017

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 15.9.17, 13:00 Uhr