Die Schweizer «Road to Lille»

Ab Freitag kämpft das Schweizer Davis-Cup-Team in Lille im Final gegen Frankreich um den Titel. Auf dem Weg zum zweiten Endspiel nach 1992 setzten sich Roger Federer und Co. gegen Serbien, Kasachstan und Italien durch.

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Der Schweizer Weg in den Final

1:46 min, vom 19.11.2014

Das Los bescherte der Schweiz in der 1. Runde mit dem Vorjahresfinalisten Serbien eine schwieriges Aufgabe. Allerdings mussten die Serben mit Novak Djokovic, Viktor Troicki und Janko Tipsarevic auf ihre drei besten Spieler verzichten.

Die Schweiz konnte auswärts in Novi Sad derweil zum ersten Mal seit September 2012 wieder auf Roger Federer zählen, der sich nach den Australian Open kurzfristig für eine Teilnahme entschloss. Der Baselbieter brachte sein Team gegen Ilija Bozoljac dank einem Dreisatzsieg in Führung.

Stan Wawrinka, frisch gebackener Australian-Open-Sieger, bezwang Dusan Lajovic in vier Sätzen und sicherte der Schweiz die 2:0-Führung. Bereits am Samstag machten Marco Chiudinelli und Michael Lammer im Doppel mit einem Erfolg über Filip Krajinovic/Nenad Zimonjic den Viertelfinal-Einzug perfekt.

Harter Kampf gegen Kasachstan

In der Runde der letzten 8 gingen die Schweizer in Genf als klarer Favorit in das Duell mit Kasachstan. Nach zwei Tagen lagen die Gastgeber überraschend mit 1:2 im Hintertreffen. Während Federer sein Einzel gegen Mikail Kukuschkin nach hartem Kampf gewinnen konnte, unterlag Wawrinka Andrei Golubew. Im Doppel mussten Federer/Wawrinka gegen Golubew/Nedowjesow als Verlierer vom Platz.

Mit dem Rücken zur Wand kämpfte sich das Schweizer Team aber zurück. Am Sonntag sorgte Wawrinka mit einem Viersatzsieg über Kukuschkin zunächst für den Ausgleich. Federer sicherte den Schweizern schliesslich dank einem souveränen Erfolg gegen Golubew doch noch den Vorstoss in die Halbfinals.

Federer macht gegen Italien den Unterschied

Im Kampf um den Final-Einzug empfing die Schweiz erneut in Genf Italien. Am ersten Tag wurden Federer und Wawrinka in den Einzel-Partien ihren Favoritenrollen gegen Simone Bolelli und Fabio Fognini gerecht. Allerdings vermochten die Italiener am Samstag zu verkürzen. Bolelli/Fognini rangen Wawrinka und Marco Chiudinelli im Doppel in 5 Sätzen nieder.

Für die Entscheidung sorgte Federer im ersten Einzel am Sonntag. Dank dem Dreisatzsieg gegen Fognini war die zweite Schweizer Teilnahme an einem Davis-Cup-Final nach 1992 Tatsache.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 18.11.14, 22:50 Uhr