Fünf Meilensteine zum historischen Triumph

Die Schweiz hat mit dem Triumph im Davis Cup Geschichte geschrieben. Der Weg zum historischen Sieg war lang und nicht immer einfach. Ein Rückblick auf das Schweizer Davis-Cup-Jahr.

Schweiz-Ecuador: Das Doppel von Wawrinka/Lammer

3:22 min, aus sportaktuell vom 14.9.2013

Die Erfolgsgeschichte des Davis-Cup-Triumphs beginnt im September 2013. Nachdem die Schweiz im Februar zuvor gegen die Tschechen mit 2:3 unterlegen war, ging es in den Playoffs gegen Ecuador um den Verbleib in der Weltgruppe. Das Team um Coach Severin Lüthi trat in Neuenburg gegen die Südamerikaner an und setzte sich ohne Roger Federer souverän mit 4:1 durch.

Der Skandal um Laaksonen

Einen faden Beigeschmack hatte der Sieg über Ecuador aber dennoch. Nach dem Auftaktsieg von Stan Wawrinka gab Lüthi bekannt, dass Henri Laaksonen aus dem Team ausgeschlossen worden war. Der gebürtige Finne soll im Training zu wenig Einsatz gezeigt und sich verbal mit Captain Lüthi angelegt haben. Mit einer Verwarnung und einer Busse gegen Laaksonen wurde der Zwist wenige Tage später beigelegt.

Serbien-Schweiz: Das Doppel von Chiudinelli/Lammer

4:04 min, aus sportaktuell vom 1.2.2014

Federers Kehrtwende und Djokovics Absage

Das Los für die 1. Runde 2014 hätte mit Vorjahresfinalist Serbien für die Schweizer nicht viel schlimmer sein können. Zumal Federer erneut seinen Verzicht bekanntgegeben hatte. Wenige Tage später sagte der 17-fache Grand-Slam-Sieger aber doch noch zu und praktisch gleichzeitig wurde bekannt, dass Serbien ohne Novak Djokovic antreten muss.

Federer und Wawrinka reisten direkt von den Australian Open nach Novi Sad und brachten die Schweiz am 1. Tag 2:0 in Führung. Im Doppel machten dann Marco Chiudinelli und Michael Lammer den Sack bereits zu - es sollte bis zum Final der einzige Schweizer Sieg im Doppel bleiben.

Schweiz-Kasachstan: Wawrinka-Kukuschkin

4:04 min, aus sportpanorama vom 6.4.2014

Wawrinkas Tief im Viertelfinal

Der Viertelfinal gegen die Kasachen wurde entgegen den Erwartungen zu einer richtigen Zitterpartie für die Schweiz. Im Mittelpunkt stand Wawrinka. Der Lausanner kam zu Beginn überhaupt nicht auf Touren und verlor sein Einzel. Auch im Doppel mit Roger Federer stand er komplett neben den Schuhen, das Duo kassierte eine Niederlage und geriet 1:2 in Rückstand. Doch Wawrinka fing sich wieder und rang am Entscheidungstag Michail Kukuschkin in 4 Sätzen nieder. Wenig später machte Federer den Halbfinal-Einzug perfekt.

Schweiz-Italien: Federer-Fognini

4:06 min, aus sportpanorama vom 14.9.2014

Federer gegen Italien souverän

Die Halbfinal-Begegnung gegen Italien war trotz des knappen Resultats (3:2) eigentlich eine klare Angelegenheit zugunsten der Schweizer. Vor allem Federer überzeugte mit seinen Auftritten: Mit einem Dreisatzsieg holte er gegen Simone Bolelli den wichtigen ersten Punkt. Und nach dem verlorenen Doppel von Wawrinka/Chiudinelli gab er am 3. Tag gegen Fabio Fognini keinen Satz ab und brachte die Schweiz erstmals seit 22 Jahren wieder in den Davis-Cup-Final.

Frankreich-Schweiz. Das Doppel von Federer/Wawrinka

7:55 min, aus sportaktuell vom 22.11.2014

Die Auferstehung der Doppel-Helden

Den Weg zum historischen Triumph über Frankreich ebneten Federer und Wawrinka ausgerechnet im gemeinsamen Doppel. Nachdem es nach dem ersten Tag 1:1 gestanden hatte, entschied sich Lüthi kurzfristig, die beiden Olympiasieger von 2008 zu nominieren. Und er sollte recht behalten: Federer/Wawrinka spielten gross auf und feierten nach 4 gemeinsamen Niederlagen in Folge den ersten Sieg - und nach dem Olympia-Final auch den wichtigsten. Am Tag danach machte Federer mit einem glatten Dreisatz-Sieg über Richard Gasquet den grossartigen Schweizer Triumph perfekt.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 23.11.14, 12:50 Uhr