Tschechien-Spanien: Enge Angelegenheit erwartet

Spanien spielt ab Freitag um seinen 4. Davis-Cup-Titel in den letzten 5 Jahren. Ohne Teamleader Rafael Nadal müssen die Spanier in Prag auf einem offenbar sehr schnellen Belag gegen Tschechien bestehen.

Tschechiens Radek Stepanek (l.) und Spaniens David Ferrer (r.) vor dem Objekt der Begierde. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Tschechiens Radek Stepanek (l.) und Spaniens David Ferrer (r.) vor dem Objekt der Begierde. keystone

Der letzte bedeutende Titel des Tennisjahres 2012 wird von Freitag bis Sonntag in der Prager O2-Arena vergeben. Die Tschechen können im Davis-Cup-Final auf Tomas Berdych (ATP 6), Routinier Radek Stepanek (ATP 37) und nicht zuletzt auf rund 14'000 Fans zählen.

Tschechen mit schlechten Erinnerungen an 2009

Der Heimvorteil ist ein bedeutendes Plus und für Stepanek möglicherweise auch der entscheidende Unterschied zum letzten Duell der beiden Länder. 2009 war Tschechien im Final in Barcelona von der spanischen «Sand-Armada» mit 5:0 versenkt worden.

Video «Davis Cup 2009: Spanien-Tschechien» abspielen

Davis Cup 2009: Spanien-Tschechien

0:16 min, vom 16.11.2012

In diesem Jahr soll es anders herauskommen: «Die Vorteile, die damals Spanien hatte, sind nun auf unserer Seite.» Dabei spricht er auch vom Belag, der dem Spiel der Tschechen entgegenkommt. «So schnell wie möglich» soll er sein, sagten Berdych und Stepanek unisono.

Spanien auch ohne Nadal top besetzt

Tschechien strebt den 2. Davis-Cup-Sieg nach 1980 an. Damals führte Ivan Lendl die damalige Tschechoslowakei zum Titel. Der fünffache Davis-Cup-Sieger Spanien muss weiter auf Nadal verzichten. Doch mit David Ferrer (ATP 5) und Nicolas Almagro (ATP 11) sowie den Doppelspezialisten Marc Lopez und Marcel Granollers, die zuletzt an den World Tour Finals triumphiert haben, verfügt der Titelverteidiger auch ohne den elffachen Grand-Slam-Sieger über ausreichend Qualitäten.

Ferrer bewies seine Form auf schnellen Hartplätzen in den letzten Wochen eindrücklich. Der 31-Jährige gewann die Turniere in Valencia und in Paris-Bercy; beim ATP-Finale scheiterte er nur knapp und trotz zweier Siege in der Gruppenphase. «Es wird eine knappe Angelegenheit», prognostiziert die Nummer 5 der Welt.