Golubic nicht zu stoppen - Doppel muss entscheiden

Wie schon am Samstag gelingt Viktorija Golubic erneut ein Exploit im Fed-Cup-Halbfinal gegen Tschechien. Die Zürcherin schlägt Barbora Strycova 3:6, 7:6 (8:6) und 6:1 und gleicht damit zum 2:2 aus.

Wie schon am Samstag holte Golubic für die Schweiz die Kohlen aus dem Feuer. Nach der Niederlage von Bacsinszky gegen Karolina Pliskova stand die Zürcherin in ihrem Einzel gegen Barbora Strycova (WTA 33) unter Siegzwang – und hielt dem Druck erneut auf bewundernswerte Weise stand.

Erneut vermochte sich Golubic nach verlorenem Startsatz zu steigern und bewies grosse Moral, indem sie nie den Glauben an die Wende verlor, obwohl sie gleich mehrere Gelegenheiten ungenutzt liess.

  • So schaffte Golubic im 2. Satz die Breaks zum 5:4 und 6:5 und hätte zweimal bei eigenem Service einen Entscheidungsdurchgang erzwingen können, kassierte aber jeweils postwendend das Rebreak.
  • Im Tiebreak verspielte sie eine 3:1-Führung und vergab einen Satzball beim Stand von 6:5, nur um kurze Zeit später den Durchgang doch noch mi 8:6 zu gewinnen.

Im 3. Umgang nahm Golubic den Schwung mit und zog schnell auf 3:0 davon. Den Vorsprung verwaltete sie souverän und verwertete nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden ihren 1. Matchball zum Sieg.

Nun fällt die Entscheidung im Doppel. Für die Schweiz spielen Martina Hingis und Golubic, die den Vorzug vor Bacsinszky erhielt. Bei den Tschechinnen stehen Lucie Hradecka und Karolina Pliskova im Einsatz.

Die Live-Highlights bei Bacsinszky - Pliskova

4:14 min, vom 17.4.2016

Bacsinszky muss erneut unten durch

Bacsinszky (WTA 17) hatte im 1. Einzel am Sonntag mit 4:6 und 2:6 gegen Karolina Pliskova (WTA 18) verloren. Im Vergleich zum Vortag, als sie hypernervös aufgetreten war, war die Romande nicht wiederzuerkennen. Sie hielt gegen die tschechische Teamleaderin im 1. Satz sehr gut mit und war ebenbürtig. Trotz dreier Breakchancen gelang der Waadtländerin aber kein Break.

Besser machte es ihre Gegnerin: Sie nutzte beim Stand von 4:4 ihre 1. Möglichkeit zum Servicedurchbruch und brachte danach den Startsatz ins Trockene. Im 2. Umgang war Pliskova dann eine Klasse besser als Bacsinszky und zog rasch auf 4:0 davon. Dieses Handicap konnte die Schweizerin nicht mehr wettmachen.

«Ich habe sehr gut begonnen und eigentlich gut gespielt. Aber meine Gegnerin war noch besser», befand Bacsinszky nach dem Match.

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Bacsinszky wieder den Tränen nahe

2:02 min, vom 17.4.2016

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.04.2016, 12:00 Uhr.