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1. Runde French Open Genervter Medwedew lässt sich von Fucsovics düpieren

Die Nummer 4 der Setzliste verliert überraschend. Und macht ihrem Ruf als «Enfant Terrible» einmal mehr alle Ehre.

Daniil Medwedew
Legende: Daniil Medwedew Die French Open werden vorerst wohl nicht zu seinem Lieblings-Major. Keystone

Der an Nummer 4 gesetzte Daniil Medwedew muss an den French Open in Paris bereits nach der Startrunde die Segel streichen. Er unterlag dem Ungarn Marton Fucsovics (ATP 63) in 3:17 Stunden mit 4:6, 6:7 (3:7), 6:2, 1:6. Die Partie endete erst weit nach 23 Uhr.

Das Spiel war umkämpft, der in der Defensive starke Fucsovics behielt aber bei den wichtigen Punkten meistens die Oberhand. Insgesamt gelangen ihm nur 10 Punkte mehr als seinem Gegner. Auf der anderen Seite agierte Medwedew äusserst fehleranfällig. 51 unerzwungenen Fehlern standen lediglich 27 Winner gegenüber. Für den 28-jährigen Fucsovics ist es der erste Sieg gegen einen Top-10-Spieler überhaupt.

Medwedew macht wieder das «Enfant Terrible»

Medwedew reagierte mitunter genervt, legte sich mit dem Schiedsrichter an und kommentierte etliche verlorene Punkte lautstark. Ein kleiner Auszug:

  • Bei einem Netzduell zielte er aus nächster Nähe direkt auf Fucsovics' Körper. Um anschliessend lapidar zu erklären: «Ich wollte halt den Punkt gewinnen, Mann. Sorry.»
  • Einen Breakball gegen sich wehrte er im 1. Satz mit einem Service von unten ab.
  • Im 2. Durchgang stellte Fucsovics im Tiebreak nach Medwedew-Fehler auf 6:3. Der Russe zertrümmerte sein Racket und erhielt einen Strafpunkt – womit der Satz beendet war.

Für Medwedew ist es die 4. Startniederlage in Roland Garros in Folge. Experte und Tennis-Legende Mats Wilander erklärte nach der Partie: «Was Medwedew von den ganz Grossen unterscheidet: Ihm fehlt der unbedingte Siegeswille.»

Für Fucsovics indes geht das Turnier weiter. Der Ungar bekommt es in der 2. Runde mit dem spanischen Sandplatzspezialisten Albert Ramos-Viñolas zu tun.

srf.ch/sport, Livestream, 28.09.2020, 21 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Johan Tobel  (naturfründ)
    Wenn ein Profi von unten serviert, braucht er dringend einen Mentalcoach oder er hat auf dem Platz nichts verloren.
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    1. Antwort von Markus Hunziker  (MH1)
      Ich finde das ein belebendes und überraschendes Element, welches im Tennissport anerkannt werden sollte.
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  • Kommentar von Joseph de Mol  (Molensepp)
    Service von unten hat bei den French Open ja Tradition. Michael Chang hat dies äussert erfolgreich 1989 gegen einen völlig entnervten Ivan Lendl eingesetzt - und dann später gleich noch das Turnier gewonnen. Legitimer, zulässiger, wenn auch unkonventioneller Schlag!!
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  • Kommentar von markus kohler  (nonickname)
    Es ist auch nervig, das beim Klicken auf das Tableau des Turniers bloss die Resultate des USO erscheinen. Die Wartung der Pages ist bei SRF leider schlechter geworden. Oftmals sind die Tabellen beim Fussball nicht da oder nicht aktualisiert. Bei Skialpin finden sich die WC Stände meistens nicht.
    Die neue Strategie sei ja Digitalisierung, davon merkt man aber herzlich wenig, ausser man beklatscht irgendwelche Jugendformate auf dem Niveau von Bravo wie "Hilfe ich habe einen Pickel am Rücken".
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