10. Titel: Nadal auch von Wawrinka nicht zu stoppen

Rafael Nadal bleibt der König von Roland Garros. Der Spanier schlägt Stan Wawrinka im Final mit 6:2, 6:3, 6:1 und holt sich den French-Open-Titel zum 10. Mal.

  • Im ganzen Turnier gab der Spanier keinen einzigen Satz ab
  • Für Wawrinka ist es im 4. Grand-Slam-Final die erste Niederlage
  • Nadal ist mit insgesamt 15 Grand-Slam-Titeln neu die alleinige Nummer 2

Es war nicht der Tag von Stan Wawrinka. Der Schweizer, der in den Tagen zuvor mit seinen harten Gewinnschlägen glänzen konnte und Andy Murray im Halbfinal niedergekämpft hatte, fand kein Mittel und in Rafael Nadal seinen Meister.

Nur im 2. Aufschlagspiel des Spaniers kam Wawrinka zu einem Breakball, den er jedoch nicht verwerten konnte. Dann kam der Nadal-Zug ins Rollen – und der Schweizer fand sich mehr und mehr in der Defensive wieder. Nach dem 2:2 im 1. Satz gewann Nadal 7 Games in Serie und stellte so nach 85 Minuten auf 2:0 Sätze.

Ball im Mund, Racket zerstört: Stan hadert im Final

1:00 min, vom 11.6.2017

Wawrinka regt sich auf

Wawrinka zeigte anders als in den Tagen zuvor auch mental eine andere Seite: Immer wieder brach der Frust aus dem Romand heraus: Er biss in den Ball, schlug sich das Racket an den Kopf und zertrümmerte dieses im 2. Satz schliesslich. Die berühmte «Stan-Geste» mit dem Finger am Kopf machte er kein einziges Mal.

Auch im finalen Durchgang stellte der Spanier die Weichen früh auf Sieg und nahm Wawrinka gleich das 1. Servicegame ab. Der Schweizer blieb zwar hartnäckig, kam aber zu keiner Breakchance mehr. Nach 125 Minuten war der 10. Sieg Nadals mit dem 6:2, 6:3, 6:1 perfekt.

Nadal unangetastet

Nadal bleibt damit der König von Paris und wartete einmal mehr mit eindrücklichen Statistiken auf:

Nadal und Paris: Liebe auf den 1. Blick

2:02 min, aus sportpanorama vom 11.6.2017

  • In diesem Jahr gab der Spanier keinen einzigen Satz ab.
  • Mehr als 8 Games gegen Robin Haase in der 2. Runde verlor Nadal in keiner Partie.
  • Insgesamt gab der Spanier in Paris nur 35 Games ab: Nur Björn Borg in Wimbledon 1978 toppt diesen Wert (32).
  • Für den 31-Jährigen war es auf dem Sand der französischen Hauptstadt der 10. Triumph.

In der Weltrangliste macht Nadal mit seinem 15. Grand-Slam-Titel am Montag einen Sprung auf Rang 2. Während Wawrinka auf Rang 3 bleibt, ist Novak Djokovic der grosse Verlierer: Der Serbe rutschte vom 2. auf den 4. Rang ab.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 11.06.17, 14:50 Uhr